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ID: 10489 - Besitzer(in): Sil und Joerg

eingetragen am Montag, 27.12.2010



Name: Mietzi
Rasse: Schwarzes Kurzhaar

Lebenszeitraum: Mai 1989 - 18.1.2006

Liebe Mietzi,
Ich werde nie vergessen, wie Du vor ziemlich genau 11 Jahren im Januar 1995 in Wetzlar im dicksten Schnee vor meinem als Arbeitszimmer genutzten Gartenhaus gestanden hast und wie laut Du geschnurrt hast, als ich dich ins Warme und damit in mein Leben liess. Ueber dein Tatoo fanden wir heraus, dass du bald 5 Jahre alt bist und Mietzi heisst, und dass du ausgesetzt worden warst, und bald durftest du nicht nur in das Gartenhaus, sondern auch in unsere Wohnung, auch wenn du, erfolgreiche Jaegerin, die du warst, immer lebende Maeuse mitgebracht hast, um sie auf dem umschlossenen Balkon noch ein bisschen zu jagen, und oftmals eine ins Wohnzimmer entwischt ist, was wir gar nicht so toll fanden. So begann unsere 11jaehrige Freundschaft. Was haben wir alles gemeinsam erlebt und wie weit bist du Katzentier dabei herumgekommen! Nachdem du dich ueber unseren Garten in unser Bett geschlichen hast, hast du dein neues paradisisches grosses Aussenrevier ein paar Monate spaeter ohne Probleme mit einer hochgelegenen kleinen Dreizimmer- Etagenwohnung in Frankfurt getauscht. Damit wir trotz Verkehr und Etagenwohnung ein bisschen herumlaufen konnten, habe ich ein Leinengeschirr gekauft, und du hast das sofort und ganz selbstverstaendlich mitgemacht. Abends sind wir dann oft durchs Treppenhaus in den Keller und in den Hof gestoebert, und du hast es auch geliebt, mit auf den grossen Dachboden zu kommen und dort herumzutoben, wenn ich Waesche aufhing. Damals schrieb ich an meiner Doktorarbeit, und du.lagst immer auf dem Monitor, neben dem Keyboard oder auf meinem Schoss. Deine Naehe half beim Nachdenken und ein Blick in dein doesendes Gesichtchen mit den blinzelnden Augen beim Formulieren. Und wie habe ich manchmal geflucht, wenn du auf die Tastatur kamst und ganze Passagen geloescht oder „umgeschrieben“ hast! Im Sommer 1996 holten wir dir den dreimonatigen Momo als Gefaehrten ins Haus. Was hast du den Suessen die ersten paar Wochen gehasst, und was hast du geschmollt! Kinnakne hast du bekommen vor lauter Eifersucht, und dich tagelang ganz oben aufs Regal verkrochen oder hinter der Topfpflanze auf dem Kuechenschrank.. Aber dann habt ihr euch doch akzeptiert und miteinander arrangiert. Geliebt hast du Momo nie, und bis zum Schluss warst du, inzwischen nur mehr halb so schwer und stark wie er, die Chefin, die er respektiert, von der er gelernt und von der er beizeiten Pruegel bezogen hat, wenn er deiner Meinung nach nicht genug.Respekt zeigte. Aber ihr habt einander all die Jahre beschaeftigt gehalten und zusammen auf dem Bett geschlafen und habt miteinander gespielt und gemeinsam gefressen und Ausfluege gemacht. Waehrend meiner Trennungs- und Scheidungsphase warst du da fuer mich. Du hast mich mit deinem gurrendem tiefen Alt mauzend immer wieder angestumpt, dich an mich gekuschelt und mich getroestet, wenn ich down war. Bei Menschen, die du gern hattest und die dich in die Arme nahmen, hast du, wenn du sie troesten wolltest, dabei die Ohren und die Haende geleckt wie ein Hund. Fast waerst du in den Frankfurter Jahren einmal durch ein Dachschraegenfenster im Bad das Dach herunter in den Tod gestuerzt.Wie Du hinauf in die Dachschraege gekommen bist, frage ich mich bis heute. Aber wir hatten noch viel vor uns, und an den Pfoten konnte ich dich im letzten Moment wieder hereinziehen in das Leben, an dem du dich so festgekrallt hattest mit letzter Kraft, schon draussen auf dem Dach strampelnd. Im Juni 2000 sind Momo, ich und du von Frankfurt nach New York umgezogen. Den Flug hast du gut ueberstanden, und in New York hast du dann erst einmal die Waende meines Serviceapartments mit Kaminasche-Pfotenabdruecken verziert. Das hast mich dazu gebracht, die eigene Wohnung noch schneller zu finden. Ein Jahr hast du auf Roosevelt Island gewohnt und gerne aus dem Fenster auf den East River geschaut. Du und Momo hattet damals grossen Spass daran, von dem deckenhohen Katzenbaum, den wir uns dort angeschafft haben, mit Schmackes auf das Bett zu springen. Am liebsten nachts. 2001 mussten wir nach einem schoenen Jahr in New York ueber eine dreimonatige Zwischenstation in Frankfurt nach Hong Kong. Wieder bist Du lange geflogen und beide Male wohlbehalten angekommen. In den drei Monaten in Frankfurt hatten wir ein kleines Apartment, von dem aus ich mit dir an der Leine lange Ausfluege in die umliegenden Wiesen machen konnten. Das hast du genossen. In Hong Kong durften du und Momo ohne Quarantaene einreisen, aber ihr musstet die Zeit, bis ich eine Wohnung gefunden hatte, in die Tierpension. Das war schrecklich fuer uns alle, aber ich habe euch dort jeden Tag in einer ausgedehnten Mittagspause besucht und aus den kleinen Boxen gelassen. Nach vier Wochen durftet ihr aus dem Tierheim mit mir in unsere neue grosse Erdgeschosswohnung einziehen. Du hast die grosse Terrasse, die Autofreiheit und die Wiesen und Parkanlagen hinter dem Haus gleich geliebt – endlich konntest du wieder draussen in der Sonne faulenzen und abendliche ausgedehnte Streifzuege unternehmen, Momo oft in deinem Schlepptau – ihm hast du hier beigebracht, wie das mit dem Rausgehen geht. Die ersten Barthaare waren Dir schon grau geworden, aber Du warst immer noch ein maedchenhaftes Energiebuendel in den ersten ein, zwei Jahren hierin Hong Kong. Ueber die letzten zwei Jahre wurdest du dann allmaehlich aelter und gemaechlicher, hast mehr geschlafen und gedoest und bist weniger rausgegangen. Und das traenende Auge, das du schon immer von Zeit zu Zeit hattest, wurde chronisch und du fingst an, beim Atmen oft geraeuschvoll zu schnorcheln, weil deine Nase verschleimt war. Der TA hat dich immer wieder auf den Kopf gestellt, aber die eigentliche Ursache nie finden und bekaempfen koennen. Mehr, als die Symptome in den besonders akuten Phasen einzudaemmen und zu lindern, konnten wir nicht tun. Aber das gelang uns doch sehr gut, und die „Nasengeschichte“ hat dich letzten Endes nicht zu sehr beeintraechtigt. Nur das Fressen war mit eingeschraenktem Geruchssinn und verstopfter Nase schwieriger, und so haben wir dich alte Dame auf energiereiches Kaetzchenfutter umgestellt, und du hast dein Gewicht stabilisiert und wieder an Kraft gewonnen. Am liebsten lagst du nun tagsueber doesend oder schlafend im Buero bei Joerg auf dem Tisch oder auf dem freien Schreibtischstuhl. Alle zehn Minuten verlangtest du miauend nach neuen Schmuse- und Streicheleinheiten, und hast die Naehe sichtlich noch mehr gesucht als frueher. Weite Wege gingst du nicht mehr, nur noch auf die Terrasse zum Sonnen und Schauen, und irgendwann wurde es auch beschwerlicher fuer dich, auf den Tisch zu springen. Da bliebst du eben weise auf Sofa- und Stuhlhoehe, und hast dich ansonsten am liebsten herumtragen lassen. Auf meine Schulter gelehnt, hast du das Herumgetragenwerden schon immer toll gefunden. In den letzten drei, vier Monaten wurdest du dann sukzessive zusehends duenner und schwaecher. Du bekamst Athritis in den Hinterbeinen, und das Scheissen fiel dir schwer.. Anfang Dezember bekamst du einen ersten Krampfanfall, aber du hast dich danach nochmals wieder ein bisschen erholt. Zum Jahresende wiederholten sich zwei weitere Krampfanfaelle, und du warst jetzt sichtlich schwach und wackelig. Aber du frasst und trankst tapfer, kamst immer noch stets zur Tuer gelaufen, wenn einer von uns heimkam, bist uns am liebsten auf Schritt und Tritt gefolgt und hast unsere Schoesse belagert. Selbst deine kurze Runde im Treppenhaus hast du immer noch gemacht, wann immer die Haustuer aufging. Ansonsten hast du die Zeit entspannt doesend auf deinen Lieblingsplaetzen verbracht. Wir waren uns mit dem Tierarzt einig, dass wir dir mit deinen fast 17 Jahren nicht mehr zumuten wollten, deiner fortgeschrittenen Niereninsuffizienz mit mehr oder minder Verfolg versprechenden agressiven und invasiven Massnahmen zu begegnen, bei denen du tagelang in der Klinik haettest bleiben muessen und die dich sehr gestresst haetten. Am gluecklichsten warst du zuhause bei uns, und dort solltest du sein, obwohl wir alles versuchen wollten, dich so gut es geht aufzupaeppeln, die Kraempfe zu stoppen, und deine angegriffenen Organe bei ihrer Entgiftungsarbeit zu unterstuetzen, Vor 2 Wochen meinte der TA noch, dass du eigentlich ganz gut aussaehest und vielleicht doch noch ein bisschen gute Zeit vor dir laege. Doch noch am selben Tag hast du aufgehoert, selbstaendig zu fressen. Die Kraempfe hoerten auf, und den ein oder anderen Tag und dann die ein oder anderen Stunden warst du wieder fast die Alte in den letzten vierzehn Tagen. Aber trotzdem du mit Appetitt passiertes Essen aus der Spritze genommen hast und allein getrunken hast, wolltest du nicht wieder eigenstaendig fressen. Vorgestern nacht hast du dann von dir aus wieder Sahne und verduenntest Futter geschleckt, aber es war zu spaet und zu wenig. Wir haben die ganze Zeit mit dir gehofft und gebangt und versucht, es dir so angenehm wie moeglich zu machen die letzten Tage, und du hast gekaempft und man konnte sehen, wie sehr du wolltest. Aber dein Koerper konnte nicht mehr. Gestern abend, als ich von der Arbeit kam, wussten wir, dass es so weit war. Du hattest tagsueber wieder Kraempfe bekommen, und Haut und Haare, die du warst, konntest du nicht einmal mehr aufstehen ausdeinem Erbrochenen. Den Nachmittag hast du in der guten Zeit an Joerg geschmiegt verbracht. Du und ich hatten dann noch eine halbe Stunde, bevor der Tierarzt kam, und du lagst erschoepft aber entspannt auf meinem Arm, und ein paar Mal hast du noch deinen Kopf gehoben, ploetzlich ganz wach fuer ein paar Minuten. Wir haben dich gehalten und gestreichelt und in deine Augen geblickt bis sie erloschen. Um acht Uhr abends am 18. Januar 2006 bist du friedlich eingeschlafen.
Du warst eine aufgeweckte und selbstbewusste Katze mit einer grossen Persoenlichkeit, Stil und viel Seele. Du hast uns immer wieder mit deiner Intelligenz und Verstaendigkeit ueberrascht. Tueren, Schubladen und Wasserhaehne oeffnen war nie ein Problem fuer dich, Huetchenspiele mit Futterpaletts eine Leichtigkeit, und wir konnten stundenlang verstecken spielen und uns abwechselnd jagen, auch so ein Spiel, dass deine Mitkatze Momo nie kapiert hat. Haettest Du Haende statt Pfoten gehabt, waeren auch Schluessel kein Problem gewesen. Das Prinzip hattest du verstanden, aber trotz allen Probierens ist es dir nie gelungen, Schranktueren auch noch aufzuschliessen. Bis vor ewa ein, zwei Jahren warst du noch voller Energie und hast wie eine junge Katze herumgetobt. Fellmaeuse fandest du immer langweilig, aber Schnuere und Baender zu jagen hast du bis zur Ekstasegeliebt, und wir hatten viel Spass, wenn du spielerisch auf dem Ruecken liegend mit meiner Hand gebalgt hast. Auf deine alten schwachenTage noch konntest du viel groessere und staerkere Katzen mit deinem Selbstbewusstsein mit nur einem zischenden Miauen und einer Minute Anstarren in die Flucht jagen. Du hast gerne aus Waschbecken getrunken, und du hast gerne Erbsen und Grapefruit genascht. Du hast gerne erzaehlt, und hast Menschen mehr gemocht als Katzen und immer ihre Gesellschaft gesucht. Du warst verschmust und bildschoen mit deinen gelben Augen, deinem schwarzbraunen Wuschelfell, das in der Sonne wie geschmolzene Schokolade aussah, und mit deinen braunen Pfoten. Du warst kraftvoll, mutig und abenteuerlustig. Du warst neugierig und schlau. Du warst ein einzigartiges Individuum und wirkliches kleines Persoenchen, das unser Leben bereichert hat, und du fehlst uns jede Minute. Ich bin dankbar fuer die Zeit, die wir miteinander hatten. Ich weiss nicht, ob es tatsaechlich so etwas wie ein Regenbogenland gibt, in dem du behaebig auf einen Ast geschmiegt auf gruene Wiesen blickend weiterlebst. Eines Tages werde ich dir in den Tod folgen, und dann werde ich es wissen. Es waere schoen, wenn wir uns dann wiedersehen. So oder so aber und bis dahin lebst du weiter in unseren Erinnerungen und Gedanken. Manchmal glauben wir dich zu hoeren. Es ist, als schleichte Deine Seele troestend durch unsere Wohnung und sagte: Ich hatte erfuelltes langes Katzenleben, und es ist ok. Ich musste gehen, aber ich bin trotzdem immer bei euch. Ja, geliebtes Katzentier, so ist es. Good bye, meine kleine grosse alte Freundin, und danke.

Es lassen Dich gehen:
Deine Menschen Sil und Joerg
und deine Mitkatze Momo
 
Sie sind der 1918. Besucher dieses Grabmals

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