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Delmenhorst (Niedersachsen): Stadt will Kastration freilaufender Katzen durchsetzen

 
 

19.05.2010 | 20:57 Uhr

Haustiere Verordnung in den Ratsgremien von Delmenhorst – Halter von Katzen sollen in die Pflicht genommen werden

DELMENHORST - Ein großes Problem in Delmenhorst ist die hohe Population herrenloser Katzen. Dies ist am Donnerstag, 20. Mai um 16.30 Uhr Thema in der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr im Sitzungssaal des Rathauses. Dort wird eine Beschlussvorlage der Verwaltung für die „Verordnung über Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Katzen im Gebiet der Stadt Delmenhorst, die sich außerhalb der Wohnungen ihrer Halter frei bewegen“, diskutiert.

Unkontrollierte Vermehrung
Die Zahl der ausgesetzten, herrenlosen und verwildert lebenden Katzen und die damit einhergehenden Probleme haben stark zugenommen. Die betroffenen Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort und müssen teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Dasein fristen. Tierschutzvereine in Delmenhorst und Umgebung haben wegen Kapazitätsauslastung bereits Aufnahmestopps verhängt. Da es äußerst schwierig ist, ausgewachsene oder verwilderte Tiere zu vermitteln, sitzen viele Fundtiere über Jahre im Tierheim. Die Unterbringung und tierärztliche Versorgung verursacht erhebliche Kosten, für die die Stadt Delmenhorst aufkommen muss.

Die Bestandsdichte erhöht zudem die Gefahr der Ausbreitung von Katzenkrankheiten und damit von kranken und leidenden Tieren erheblich. Daraus resultieren gesundheitliche Gefahren für Menschen und für Haustiere, moralische und hygienische Belästigungen für die Bevölkerung, die Dezimierung frei lebender, teilweise bestandsbedrohter Tiere wie Singvögel, und Qualen verletzter und kranker Katzen. Denn je höher die Populationsdichte, desto knapper wird das Nahrungsangebot für die einzelne Katze, und desto größer wird der soziale Stress. Beides begünstigt erhöhte Krankheitsanfälligkeit.

Bis zu 5000 Euro Bußgeld
Die Beschlussvorlage für die Verordnung zur Kastrationspflicht von Katzen soll als eine Lösung für das Populationsproblem und den daraus resultierenden Problemen diskutiert werden. Der Vorschlag ist, dass alle Katzenhalter, die ihrer Katze die Möglichkeit gewähren, sich außerhalb der Wohnung zu bewegen, diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen müssen. Katzenhaltern, die sich nicht daran halten, drohen Geldbußen bis zu 5000 Euro Höhe.

Quelle NWZ Online:
« L I N K »


Delmenhorster Kreisblatt: Kastrationspflicht gegen Katzenflut
„Trotz erheblicher Kastrations- und Versorgungsbemühungen der Tierschutzvereine hat die Zahl der in der Stadt Delmenhorst ausgesetzten, herrenlosen und verwildert lebenden Katzen und die damit einhergehenden Probleme sehr stark zugenommen“, heißt es in der Vorlage. Tierschutzhöfe in Delmenhorst und Umgebung hätten bereits Aufnahmestopps für Katzen ausgesprochen.

Lesen Sie bitte weiter:

« L I N K »


 

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