| Anzeigendatum: |
02.01.2026, 09:37
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| ID: |
1039499 |
| Name: |
Dayton |
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| Rasse: | Maremmano Mischling |
| Geschlecht: | Rüde | | Alter: |
01.11.2022 |
| Farbe: | weiss | | Schulterhöhe: | 66 cm | | Handicap: | nein | | Krankheiten: | keine bekannt | | Vermittlungsgebühr: | 390,- € + 110,- € Transportkostenbeteiligung | | Lebensabschnitt: | Erwachsen |
Beschreibung: Dayton - niemals ist eine schrecklich lange Zeit
Update Januar 2026 - Manchmal frag ich mich: Gibt’s da draußen wirklich noch so was wie Nimmerland? Oder endet die Welt genau hier – zwischen Betonboden, Gittern und diesen immer gleichen Geräuschen, die nie ganz verstummen. Seit ich denken kann, ist das hier mein Zuhause. Drei Monate alt war ich, sagen sie. Kaum richtig angekommen im Leben, wurde ich hier abgeladen. Seitdem? Warten. Keine Feen, kein Abenteuer, nur Tage, die sich anfühlen wie Kopien voneinander.
Wir waren mal sechs. Sechs richtig starke Jungs, die dachten, sie wären unbesiegbar. Und fast fast alle haben irgendwann ihren Ausgang gefunden. Das Licht hat geblinkt, Türen gingen auf, Namen wurden gerufen. Nur mein Bruder Damarius und ich – wir sind geblieben. Heute teilen wir uns den Zwinger mit Domitia, Damiana, Drifa, Djamica. Jeder versucht, klarzukommen, ohne unterzugehen.
Ich bin eigentlich einer von der offenen Sorte. Menschen, die mag ich. Wenn jemand kommt, gehe ich auch da hin, selbstsicher, neugierig. Ich lasse mich anfassen, überall, ohne Theater. Das gehört für mich dazu. Vielleicht, weil ich hoffe, dass genau dieser Moment entscheidet. Dass jemand merkt: Der hier ist bereit. Der kann das. Der will dazugehören.
Bei Neuem bin ich manchmal vorsichtiger. Plötzliche Geräusche, unbekannte Situationen – da halte ich kurz inne. Ich beobachte erst, lieber einmal zu viel hin als zu wenig. Nicht aus Angst, eher aus Vorsicht. Die Welt hier drin hat mir beigebracht, dass es besser ist, einmal tief durchzuatmen, bevor man losstürmt.
Mein Bruder ist immer in meiner Nähe. Wir suchen einander, ganz automatisch. Keine großen Gesten, kein Drama. Ein Blick reicht. Wenn irgendwo ein Tor aufgeht, spüren wir beide dieses Ziehen. Vielleicht diesmal? Vielleicht heute? Und wenn es wieder jemand anderes ist, dann bleiben wir halt sitzen. Zusammen.
Nachts träume ich davon, wie es wäre, einfach loszulaufen. Ohne Gitter. Ohne Echo von Schritten auf Beton. Gras unter Vermittlung: Deutschland + Österreich + Schweiz - Aufenthaltsort: Italien,FT
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