| Anzeigendatum: |
05.06.2026, 15:53
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| ID: |
1054066 |
| Name: |
Mansour |
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| Rasse: | Mischling |
| Geschlecht: | Rüde | | Alter: |
01.08.2022 |
| Farbe: | rötlich schwarz | | Schulterhöhe: | 59 cm | | Handicap: | nein | | Krankheiten: | keine bekannt | | Vermittlungsgebühr: | 390,-€ + 125,-€ Transportkostenbeteiligung | | Lebensabschnitt: | Erwachsen |
Beschreibung: Mansour - einer unter 700 im Hundelageralltag
Update April 2026 - Drei Jahre später. Oder: Wie man auf Beton erwachsen wird.
Erinnert ihr euch noch an Mansour? Den süßen kleinen Kerl mit dem Welpenflausch, der in seinen Träumen schon am Bodensee stand? Er davon träumte im kühlen Bachwasser zu schauen, ob er schwimmen kann?
Vergesst diesen Text. Er ist drei Jahre alt. Er ist ein Relikt aus einer Zeit, als Mansour noch glaubte, dass das Leben ein Versprechen ist. Heute ist Mansour kein Welpe mehr. Der Flausch ist weg. Geblieben ist ein stattlicher, schwarzer Hund, der seine gesamte Jugend gegen das eintönige Grau eines Zwingers eingetauscht hat.
Die Realität ist ehrlich und sie tut weh: Mansour hat den Bodensee nie gesehen. Er hat nie in einem Bach geplanscht. Er hat nie gelernt, wie man „höflich“ nach Aufmerksamkeit fragt, denn im Lager gibt es keine Höflichkeit, nur das lautstarke Überleben. Wenn ein schwarzer Hund die „süße Phase“ hinter Gittern verpasst, unterschreibt er oft ein unsichtbares Urteil: Er wird zum „Langzeitinsassen“. Zum „Schattenhund“, der übersehen wird, weil er kein kleines Projekt mehr ist, sondern ein fertiger Hund, der Platz braucht. Mittlerweile wurde er verlegt. In ein Lager, das noch ein Stück trostloser ist.
Mansour ist heute das Spiegelbild seiner Einsamkeit. Ja, er hat Kummerspeck angesetzt. In 24 Stunden Einsamkeit ist Fressen die einzige Beschäftigung, die ihm geblieben ist – eine weiche Schutzschicht gegen die harte Langeweile. Und ja, er ist distanzlos. Er drängt sich auf, er will förmlich in den Menschen hineinkriechen, wenn sich die Gittertür einmal öffnet. Was manche „aufdringlich“ nennen, ist in Wahrheit ein unbändiger Hunger nach Berührung. Er weiß nicht mehr, wie man Liebe dosiert. Er will die Hand des Tierschützers einfach nur eine Sekunde länger festhalten, bevor sie wieder in der Freiheit verschwindet.
Die Ironie des Schicksals: Trotz der Jahre auf Beton ist er souverän und unerschütterlich freundlich geblieben. Er läss Vermittlung: Deutschland + Österreich + Schweiz - Aufenthaltsort: Italien,AR
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