| Anzeigendatum: |
26.07.2026, 14:33
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| ID: |
1058564 |
| Name: |
Aquilion |
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| Rasse: | Mischling |
| Geschlecht: | Notfall/Rüde | | Alter: |
20.02.2016 |
| Farbe: | tricolor | | Schulterhöhe: | ca. 60cm | | Handicap: | blind | | Krankheiten: | keine bekannt | | Vermittlungsgebühr: | nach Abspache + 125,- € Transportkostenbeteiligung | | Lebensabschnitt: | Senior |
Beschreibung: Aquilion - Können wir das jemals wieder gutmachen?
Es gibt Augen, die tragen Erinnerungen, von denen wir hoffen, dass sie nie wahr geworden sind. So ist es bei Aquilion … Man schaut ihm in die Augen und ahnt plötzlich, dass dahinter ein ganzes Leben voller Entbehrungen liegen muss.
Können wir Menschen jemals wieder gutmachen, was wir den Tieren angetan haben? - Ich glaube nicht. Nicht, wenn man einen Hund wie Aquilion ansieht. Denn ein einziger Blick genügt, um zu erkennen, dass sein Leben Spuren hinterlassen hat, die tiefer gehen als jede sichtbare Wunde.
Aquilion ist ein alter Hund. Vor wenigen Monaten wurde er in dieses Hundelager gebracht. Was vorher war, weiß niemand genau. Wahrscheinlich hat er die letzten Jahre als Streuner überlebt. Anders lassen sich sein Zustand und sein Verhalten kaum erklären. Sein Fell ist zu dicken Dreadlocks verfilzt. Auf einem Auge ist er blind. Und in seinem Blick liegt etwas, das sich nur schwer beschreiben lässt. Eine Mischung aus tiefer Trauer, Verzweiflung, Angst und etwas wie „Ich bin ein guter Hund, ich kann liebhaben, aber niemand hat mich je gewollt“.
Wenn man sich ihm nähert, weicht er voller Sorge zurück. Nichts an ihm ist drohend. Er zeigt die Zähne, weil er hofft, dass ihm niemand zu nahekommt. Und trotzdem lässt er Berührungen zu. Das hat mich lange beschäftigt. Denn wie viel muss ein Hund erlebt haben, damit ihn schon eine ganz vorsichtig ausgestreckte Hand erschreckt? Und was geht in einem Hund vor, der sich vor jeder Berührung fürchtet und sich am Ende doch dafür entscheidet, sie zuzulassen?
Vielleicht hat Aquilion jahrelang gelernt, ohne Menschen zu überleben. Nun soll ausgerechnet ein Mensch derjenige sein, der ihm zeigt, dass nicht alle Hände wehtun?
Er kennt keine Leine. Niemand scheint jemals mit ihm spazieren gegangen zu sein. Niemand hat ihm gezeigt, dass die Welt auch aus etwas anderem bestehen kann als aus Hunger, Einsamkeit und dem täglichen Versuch, irgendwie den nächsten Tag zu erreichen.
Wahrsch Vermittlung: Deutschland + Österreich + Schweiz - Aufenthaltsort: Italien,AR
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