Mittwoch, 08.07.2020 02:21

Tierhimmel.org | Flugpate.org | Tiersuchmeldungen.de | Impressum



 ZERGportal

   
       

Home

Hunde

Katze & Co

Neuzugänge

Tiersitter

Tierschutzhelfer

Tiernotruf

Flugpate

Pflegestellen

Suchmeldungen

Happy Ends

Tierfriedhof


 zurückAKTUELLE NEWS
Suche: 
 

 

 
     
 

OVG Lüneburg: Stadt muss Aufwendungen für tierärztliche Versorgung einer aufgefundenen Katze ersetzen

 
 

25.04.2012 | 09:24 Uhr

Der 11. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Urteil vom 23. April 2012 (11 LB 267/11) die Berufung der Stadt Bad Sachsa gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen zurückgewiesen, mit dem die Stadt verpflichtet worden ist, dem Kläger, der Tierarzt ist, seine Aufwendungen für die tierärztliche Behandlung und anschließende Unterbringung eines verletzten Katers zu ersetzen.

Die Stadt Bad Sachsa hat mit dem Tierschutzverein Bad Sachsa e.V. einen Vertrag über die Aufnahme von Fundtieren und herrenlosen Tieren geschlossen, in dem sich der Tierschutzverein verpflichtet hat, alle im Stadtgebiet von Bad Sachsa aufgefundenen Haus­tiere unterzubringen und dabei auch für eine tierärztliche Behandlung zu sorgen. Dafür erhält der Verein einen jährlichen Pauschbetrag in Höhe von 2.000,-- EUR. Am späten Abend des zweiten Weihnachtstages 2007 wurde im Stadtgebiet der Beklagten ein offenbar bei einem Verkehrsunfall verletzter Kater aufgefunden. Da bei dem Tierschutzverein niemand erreichbar war, brachte der Finder das Tier zum tierärztlichen Notdienst, den an diesem Abend der Kläger versah. Der Kläger nahm eine Notoperation vor und behielt den Kater zunächst in seiner Praxis. In den folgenden Tagen versuchte er vergeblich, einen Besitzer ausfindig zu machen und Verantwortliche des Tierschutzvereins zu erreichen. Danach forderte der Kläger die Beklagte ohne Erfolg auf, die Abholung der Katze zu veranlassen und seine Behandlungs- und Unterbringungskosten zu übernehmen. Auf die vom Kläger erhobene Klage hat das Verwaltungsgericht Göttingen die Beklagte verurteilt, an den Kläger 1.839,18 EUR zuzüglich Zinsen zu zahlen, da dieser einen Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen aus Geschäftsführung ohne Auftrag habe.

Der Senat hat mit Urteil vom 23. April 2012 die gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts zugelassene Berufung der Beklagten zurückgewiesen.

Die Beklagte sei als Fundbehörde für die Verwahrung von Fundtieren zuständig und könne sich dazu der Hilfe Dritter wie z.B. eines Tierheims oder Tierschutzvereins bedienen. Sie könne ihre öffentlich-rechtliche Verwahrungspflicht aber nicht mit befreiender Wirkung auf einen Tierschutzverein übertragen. Um eigene Aufgaben einer Gemeinde zur eigenverantwortlichen Wahrnehmung auf Private zu übertragen, bedürfe es einer gesetzlichen Ermächtigung, die hier fehle.

Es habe auch ein öffentliches Interesse an der tierärztlichen Behandlung und Unterbringung des Tieres durch den Kläger bestanden. Die Beklagte könne sich nicht darauf berufen, dass eine Tötung des Tieres kostengünstiger gewesen wäre.

Die Revision gegen das Urteil hat der Senat nicht zugelassen.

Quelle: Nds. Oberverwaltungsgericht
« L I N K »

 

NEWSLETTER ANMELDEN !

 





             
 Home Alle Nachrichten zurück Top  Newsletter Anmeldung


 

Foto-Galerie - Hunde suchen ein Zuhause

 


Cally


Mary Pop


CORI


Foxy


Teos


Einstein


Agostino


Colette


Penelope


 

4730 Hunde aus dem Tierschutz suchen bei uns ein Zuhause [Alle ansehen]

 

Impressum

Kontakt

Datenschutz

Cookies

RSS-Feed

Banner

Werbung

Content

Tierheime

Rechtsanwälte

Bücher

Hundesteuer

News

Registrierung

generiert in 0.05 Sek.
© 2000-2020 by ZERGportal