Name: Must Geboren: ca. 20.11.2023 Rasse: Epagneul Breton-Setter-Mischling Geschlecht: männlich Schulterhöhe: ca. 47 cm Gewicht: --- Kastriert: ja Geimpft: ja Gechippt: ja Farbe: weiß mit schwarz Mittelmeerkrankheiten: Test folgt nach Einreise Krankheiten: keine bekannt Katzenverträglich: unbekannt Hundeverträglich: ja Kinder: unbekannt Handicap: nein Aufenthalt: L.I.D.A. Olbia, Sardinien
Zuhause: ja Pflegestelle: ja Paten: nein Geeignet für: nein
Garten: ja Zweithund: ja, souveräner Ersthund Hundeschule: ja
Jagdtrieb: unbekannt
Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt - so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
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Beschreibung: Must – Auf der Suche nach Sicherheit
Was ist mir passiert? Die genaue Geschichte von Must und seinem Bruder Marte kennen wir leider nicht – aber ihre Vergangenheit hat deutliche Spuren hinterlassen. Beide wurden allein auf der Straße gefunden, abgemagert, orientierungslos und ohne jemanden, der sich um sie kümmerte. Es liegt nahe, dass sie aus einem Wurf unerwünschter Jagdhunde stammen – ein trauriger, aber häufiger Fall auf Sardinien. Viele Jäger kastrieren ihre Hündinnen nicht, und Welpen werden oft einfach sich selbst überlassen.
Wo bin ich? Must lebt in unserem Kooperationstierheim, der L.I.D.A. in Olbia. Hier werden täglich über 700 Hunde versorgt – in einer Umgebung, die laut, hektisch und voller Stress ist. Must befindet sich auf der sogenannten Vorpiazza, einem Bereich, den frisch kastrierte Hunde bewohnen, bevor sie zurück in ihre regulären Gehege ziehen. Diese Zone wird regelmäßig von Menschen durchquert – doch trotz dieser „Alltagskontakte“ bleibt Must tief verunsichert. Fremden Menschen gegenüber ist er misstrauisch und weicht ihnen konsequent aus. Nach unserer Beobachtung im Oktober zeigt sich: Must ist nicht nur scheu, sondern regelrecht gestresst, sobald er sich beobachtet fühlt. Er ist fast ständig auf der Flucht.
Wie bin ich? Must ist ein sensibler, sehr vorsichtiger Rüde, der in seiner Angst gefangen ist. Sein Verhalten zeigt deutlich, wie wenig Vertrauen er bislang fassen konnte. Er beobachtet, bleibt auf Distanz, sucht Schutz bei seinen Artgenossen oder zieht sich zurück. Bei den vertrauten Pflegerinnen vor Ort zeigt sich jedoch bereits eine vorsichtige Annäherung – er wirkt offener, lässt sich in ihrer Gegenwart eher blicken und nimmt kleine Routinen wahr. Diese zarten Signale machen Hoffnung und zeigen, dass in einem passenden Umfeld Entwicklung möglich ist.
Trotz seiner tiefen Unsicherheit ist Must kein aggressiver Hund – seine Rückzugsstrategie zeigt, dass er keine Konfrontation sucht. Vielmehr fehlen ihm bislang jegliche positiven Erfahrungen im Umgang mit Menschen. Diese Basis muss mit Geduld, Feingefühl und Erfahrung erst geschaffen werden.
Äußerlich ist Must ein wunderschöner, mittelgroßer Rüde mit harmonischen Proportionen und einer angeborenen Stummelrute. Seine Erscheinung erinnert an einen Epagneul Breton – vielleicht mit Anteilen von Setter oder Spaniel. Er bringt rassetypisch eine gewisse Sensibilität und Intelligenz mit – beides Eigenschaften, die bei feinfühligem Training wertvoll werden können.
Was suche ich? Must sucht ein sehr erfahrenes, geduldiges Zuhause – bei Menschen, die wissen, wie sich Angsthunde verhalten, und die bereit sind, auch mit Rückschritten und längeren Phasen des Stillstands umzugehen. Ein souveräner Ersthund ist für ihn nicht nur eine wertvolle Hilfe, sondern eine unverzichtbare Stütze: Durch das sichere Vorbild eines Artgenossen kann Must in kleinen Schritten Vertrauen aufbauen und sich behutsam öffnen.
Gerade in der Anfangszeit darf nichts von ihm erwartet werden. Was er braucht, ist ein ruhiges, strukturiertes Umfeld – idealerweise mit einem gesicherten Garten, festen Abläufen und einem feinfühligen Miteinander. Klare Körpersprache, verlässliche Rituale und der völlige Verzicht auf Druck sind die Schlüssel zu seinem Vertrauen.
Wir wünschen uns für Must ein ländliches Zuhause oder einen ruhigen Stadtrand, wo er in seinem Tempo ankommen darf. Der Besuch einer positiv arbeitenden Hundeschule kann zu gegebener Zeit eine gute Unterstützung sein – aber erst, wenn Must bereit dafür ist.
Er ist kein Hund für Anfänger. Doch wer Erfahrung, Geduld und ein großes Herz mitbringt – und bereits einen souveränen Hund an seiner Seite hat – kann mit Must einen ganz besonderen Weggefährten gewinnen.
Wer hilft ihm, seine Angst hinter sich zu lassen?
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Must kann nach Deutschland ausreisen.
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weitere Informationen zu Must: Datum: So, 30.11.25, 14:35 - Besucher: 5 Schutzgebühr: 550 € Vermittlungsbereich: Deutschland, bundesweit - Aufenthaltsort: L.I.D.A. Olbia, Sardinien - (Vereins)-Sitz: 50321 Brühl