Beschreibung: Clotilda - Gemeinsam werden wir sie retten
Update März 2026 - Die Sache mit der Nase
Wenn Clotilda ihre Nase auf den Boden setzt, passiert etwas Erstaunliches. Plötzlich scheint sie alles um sich herum zu vergessen. Die Betonwände. Die Gitter. Den Lärm der vielen Hunde. Denn Clotildas Nase ist so etwas wie ein kleiner Kompass. Und dieser Kompass zeigt sehr eindeutig in eine Richtung: nach draußen.
Dort draußen müssen unglaubliche Dinge passieren. Zum Beispiel Gras. Wenn ihre Pfoten es berühren dürfen, wirkt sie, als hätte jemand eine geheime Tür zu einer besseren Welt geöffnet. Gras ist für Clotilda kein einfacher Bodenbelag – Gras ist eine Spurensammlung, als hätte jemand ihr plötzlich eine riesige Bibliothek voller Gerüche geöffnet.
Und dann beginnt sie zu lesen. Für uns Menschen ist eine Wiese einfach nur… eine Wiese. Für Clotilda dagegen ist sie eine Zeitung, ein Kriminalroman und ein Abenteuerbuch in einem. Jede Spur erzählt eine Geschichte: Wer war hier? Wann? Und vor allem – wo ist er jetzt?
Kein Wunder also, dass Clotilda draußen sofort ihre Nase einschaltet. Jagdhundgene sind eben nichts, was man einfach abschalten kann. Jagdhundgene haben schließlich eine klare Aufgabe: Spuren aufnehmen, Hinweise sammeln, die Welt erschnüffeln. Und genau das tut sie mit großer Begeisterung.
Trotz dieser Entdeckerleidenschaft bleibt Clotilda eine ausgesprochen angenehme Begleiterin. Sie läuft bereits gut an der Leine und orientiert sich dabei schön am Menschen. Immer wieder sucht sie Kontakt, kommt freundlich näher und genießt jede Aufmerksamkeit. Doch diese kleinen Ausflüge dauern immer nur einen Moment. Wenn unsere Tierschützer sie besuchen, darf Clotilda kurz hinaus, ein paar Spuren aufnehmen, ein paar Schritte durch Gras oder Erde machen. Für eine kleine Weile darf ihre Nase tun, wofür sie eigentlich gemacht ist. Doch irgendwann ist der Besuch vorbei. Dann wird die Leine wieder gelöst, die Tür schließt sich – und Clotilda steht wieder dort, wo ihre Spur plötzlich endet: hinter Gittern.
Überhaupt ist Clotilda eine sehr soziale Hündin. In ihrem Zwinger lebt sie problemlos mit anderen Hunden zusammen, sowohl mit Rüden als auch mit Hündinnen – aktuell teilt sie sich ihren begrenzten Wohnraum mit dem Rüden Cecilius. Das klappt erstaunlich friedlich, was in einem Canile nicht selbstverständlich ist.
Nur Katzen sollten in ihrem zukünftigen Zuhause besser nicht leben. Man könnte sagen: Clotildas Nase würde sie vermutlich sofort auf die Liste der besonders interessanten Spuren setzen.
Und dann ist da noch ein kleines Detail aus ihrer Vergangenheit: Ihre Rute wurde kupiert – ein trauriges Überbleibsel aus einem früheren Leben. Aber wer Clotilda erlebt, merkt schnell: Diese Hündin braucht keine lange Rute, um ihre Lebensfreude zu zeigen. Sie wedelt einfach mit dem ganzen Hund.
Auch ihre Leishmaniose scheint sie aktuell gut im Griff zu haben. Mit der richtigen Behandlung – einem einfachen Medikament und regelmäßiger Betreuung – könnte Clotilda ein ganz normales, aktives Hundeleben führen.
Eigentlich fehlt also nur noch eines. Ein Zuhause. Ein Ort mit Spazierwegen voller Spuren auf denen ihre Nase arbeiten darf. Mit Menschen, die Zeit haben für gemeinsame Entdeckungstouren bei jedem Wetter. Und vielleicht eine Wiese, auf der sie endlich in Ruhe alle Nachrichten lesen kann, die andere Tiere dort hinterlassen haben.
Denn eines ist ziemlich sicher: Clotildas Nase hat längst eine Spur aufgenommen. Eine Spur, die wegführt von Beton und Gittern. Und vielleicht endet genau diese Spur vor einer Haustür. Vielleicht vor Ihrer.
Sollte Clotildas Nase also plötzlich in Ihre Richtung zeigen, wundern Sie sich nicht – dann melden Sie sich am besten gleich bei ihrer Vermittlerin.
Kurzes, rehbraunes Fell mit weißer Brust und ebensolchen Zehen, Schlappohren bis zum Kinn und ein Blick aus wunderschönen braunen Augen: Clotilda ist nicht nur eine kleine Schönheit, sie hat mit Sicherheit auch ein paar Jagdhundgene im System. Und mit ebensolcher Sicherheit ist sie da, wo sie sich aktuell befindet (hinter Gittern), am komplett falschen Ort.
Clotilda kam im November 2024 mit rund drei Jahren in eines der Canili, frei übersetzt ein Hundegefängnis (und nicht zu verwechseln mit einem Tierheim). Woher sie kommt, wissen wir nicht, aber sie muss irgendwann mal zu jemandem «gehört» haben. Dieser Jemand hatte veranlasst, dass Clotildas Rute kupiert wurde - ein sinnloser, tierquälerischer Akt. So betrachtet war es höchstwahrscheinlich besser, dass Clotilda von diesem Menschen wegkam, allerdings ist «vom Regen in die Traufe» leider kein wirklicher Fortschritt.
In dem viel zu kleinen Betonzwinger, den sich Clotilda momentan mit einem Rüden Cecilius teilt, passiert tagein, tagaus nichts. Außer jemand spritzt mal mit einem Wasserschlauch die Zelle «sauber», oder leert halbfrisches Wasser in den bereit gestellten Eimer und minderwertiges Futter in einen Topf. Akustisch sind Clotilda und alle ihre Leidensgenossen einem endlosen lautstarken Lamentieren von traurigen, verzweifelten oder verletzten Hunden ausgesetzt. Das sind Clotildas aktuelle Lebensumstände, in drei stark verharmlosenden Sätzen geschildert. Das wahre Ausmaß der Tragödie, das ein Leben in einem Hundelager für die Vierbeiner bedeutet, kennen nur die Tiere selbst. Und die werden in der Regel leider nicht gefragt.
Dank unserer Zusammenarbeit mit italienischen Tierschützern ist es uns aber möglich, einigen der weggesperrten Hunde auf unserer Homepage ein Gesicht zu geben. Und zu diesen Glücklichen gehört auch Clotilda. Im April 2025 durften die Tierschützer Clotilda ein erstes Mal besuchen und fanden eine liebe, neugierige Hündin vor. Sie habe keine Scheu gezeigt und aktiv den Kontakt zu den Zweibeinern gesucht. Sogar ein kurzer Fototermin auf der angrenzenden Wiese sei möglich gewesen, und auch da habe sich Clotilda von ihrer besten Seite gezeigt. Von ihrer besten Jagdhundseite, müsste man anfügen: Nase auf den Boden, und los gehts. Das schon fast vergessene Gras unter den Pfoten, aber vor allem die diversen Gerüche müssen für Clotilda nach den langen Monaten der Gefangenschaft überwältigend gewesen sein. Vermutlich aus diesem Grund hatte sie an jenem Tag ordentlich Zug an der Leine.
So weit, so bestens - eine tolle Hündin, jung, hübsch, mittlere Größe, freundlich. Die Kehrseite der Medaille wollen wir Ihnen aber auch nicht vorenthalten: Clotilda wurde positiv auf Leishmaniose getestet. Würde sie in einem Zuhause leben, bekäme sie jeden Tag ein Medikament (das sehr preiswerte Allopurinol) und könnte unbeschwert leben, als sei nichts gewesen. Von medizinischer Betreuung ist sie in einem Canile leider weit entfernt und somit einer Krankheit, die unheilbar ist aber gut behandelbar wäre, wehrlos ausgeliefert. Damit die Leishmaniose bei Clotilda keine Chance haben wird, müssen wir schnell handeln. Und sind auf Ihre Hilfe angewiesen, liebe Leserinnen und Leser.
Wir sind dringend auf der Suche nach einem sportlichen, geduldigen, wetterunabhängigen Zuhause für Clotilda, bei Menschen, die Zeit für sie haben, jeden Tag, lange Spaziergänge, Training, Beschäftigung, Spiel und Spaß. Vielleicht haben Clotildas Bilder und ihre Beschreibung Ihre Neugierde geweckt oder Ihr Herz etwas schneller schlagen lassen? Oder kennen Sie gar jemanden, der oder die auf der Suche nach einer sportlichen Hündin ist? Wie dem auch sei, nehmen Sie doch bitte schnellstmöglich Kontakt auf mit Clotildas Vermittlerin. Die Zeit drängt, aber gemeinsam werden wir Clotilda retten.
Bitte besuchen Sie Clotilda auch auf unserer Homepage.
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