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Anzeigen-ID: 687298
Name: Lupetto

Rasse:Mischling
Geschlecht:Rüde
Alter: 8 Jahre
Farbe:Schwarz
Schulterhöhe:ca. 52 cm
Kastriert/Sterilisiert:Nein
Impfungen:Ja
Mittelmeercheck:Ja
Zuordnung: (Größe):Mischling-mittel
    
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Beschreibung:

Dieser freundliche gutmütige Hundemann hat Jahre seines Lebens an einer kurzen Kette und auf Betonboden verbracht. Und als ob das nicht schon schlimm genug war, musste er auch noch die grauenhaften Misshandlungen seines „Halters“ ertragen. Zwar erbarmte sich eine Frau, die immer wieder Zeugin der Schläge, Tritte und weiterer Gewaltanwendungen geworden war, dieses armen Gesellen, sie konnte aber nicht viel mehr für ihn tun als ihm ab und zu durchs Fell zu streichen und ein paar Leckerbissen zuzustecken.

Ihre flehentlichen Bitten, den Hund doch nicht so schrecklich zu behandeln, brachten den Halter auf eine Idee: Diese Frau ist erpressbar! Fortan verlangte er immer wieder Geldbeträge von ihr und drohte damit, sollte sie sich weigern zu zahlen, dem Hund die Hütte wegzunehmen oder ihn bei nächster Gelegenheit halb tot zu prügeln usw. Diese entsetzliche und mit Worten kaum zu beschreibende Drangsalierung zog sich nicht etwa nur über einige Wochen hin, sondern das ging über vier bis fünf Jahre!

Unsere italienische Tierschützerin Chiara hat über diesen Zeitraum gemeinsam mit der mitleidvollen Frau, die nicht namentlich genannt werden möchte, immer wieder versucht, den armen Lupetto aus den Fängen dieses Sadisten zu befreien. Doch so einfach ist das nicht. Ein Hund darf nicht einfach von der Kette geschnitten werden, das wäre „Diebstahl“, so absurd dies auch erscheinen mag. Auch Hinweise an das zuständige Veterinäramt helfen oft nicht weiter. Das ist in Deutschland wenig anders als in Italien. Wenn man dem Halter keine Misshandlungen nachweisen kann – wenn das Tier also keine sichtbaren Verletzungen oder Spuren grober Vernachlässigung aufweist – kann das Veterinäramt nicht einschreiten.



Lupettos Glück im Unglück war eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Das ist keine seltene Erkrankung bei Hunden, sie verläuft aber oft sehr schwer und wird hierzulande meist stationär behandelt. Die Tiere leiden unter Erbrechen, Durchfall, Appetit- und Kraftlosigkeit und starken Schmerzen. Auch Lupetto konnte sich kaum noch auf seinen Beinen halten. Die Tierschützerinnen schalteten erneut das Veterinäramt ein – und endlich war dort ein Tierarzt bereit, diesen Hund fortzunehmen, um ihn medizinisch zu versorgen. Und endlich hatte dann wohl einer der Amtstierärzte ebenfalls Mitleid mit dem gepeinigten Hund und erzählte dem Halter kurzerhand, der Hund sei an der Krankheit verstorben.

Das war Lupettos Rettung, zumindest der erste Akt. So kam Lupetto in unser Partnertierheim und zeigt sich dort nur von seinen hinreißendsten Seiten.

Unsere beratende Tierärztin, Dr. Shiela Guzik, hat sich Lupetto bei ihrem letzten Aufenthalt in Arezzo angesehen. Sie fand, dass er sich offenbar gut von seiner Erkrankung erholt hat und erstaunlich fit aussieht gemessen an dem, was er mitgemacht hat. Nur seine Sprunggelenke sind enorm geschwollen, woran wahrscheinlich die schier endlose Zeit an kurzer Kette auf kaltem Betonboden ohne jegliche Möglichkeit des Auslaufs schuld ist. Vielleicht gehen diese Schwellungen rasch zurück, wenn Lupetto tierärztlich versorgt werden kann und in ein Zuhause kommt, das ihm angemessene Bewegung, gutes Futter, einen warmen Liegeplatz und viel Liebe schenkt.

Lupetto kann seine Dankbarkeit zeigen wie kaum ein anderer! Er ist ein anschmiegsamer, sanfter, zurückhaltender aber gleichzeitig total verschmuster Hund, der das dreiköpfige Mariechen-Team, das er zuvor noch nie gesehen hatte, freudig in seinem Gehege begrüßte. „Man konnte ihn sofort in den Arm nehmen“, berichtet unsere beratende Tierärztin. Aber man merke auch, dass er Schreckliches erlebt hat, denn abrupte Bewegungen versetzten ihn sofort in Angst. Aber in keiner Sekunde zeigte sich der stattliche Hund angespannt, wehrhaft oder gar aggressiv. „Wir sind ja nun mit drei Leuten in sein Gehege und haben uns mehr oder weniger auf ihn gestürzt, um ihn zu vermessen und zu fotografieren“, berichtet Dr. Shiela Guzik. „Und er war einfach nur lieb!“

Da Lupetto nie mit Artgenossen gelebt hat, können wir über seine Verträglichkeit derzeit noch nicht viel sagen. Mit Hündinnen ist es sicher kein Problem, aber auch Rüden, die an seinem Gehege entlangliefen, hat er gewähren lassen. Für diesen malträtierten Hund wäre aber sicher ohnehin eine Aufgabe als Einzelprinz das Beste – bei einem Single, einem Paar oder einer Familie mit größeren Kindern. Lupetto braucht keine stundenlangen Spaziergänge, erst recht kein Laufen am Rad oder Agility. Er würde kurze Wege genießen, ein wenig im Garten oder auf einem Balkon in der Sonne liegen und ansonsten die Nähe seiner Menschen auskosten. Wünschenswert wäre, dass er nicht allzu viele Treppen steigen müsste, das tut seinem ramponierten Gelenk- und Bänderapparat auf keinen Fall gut. Ein paar Stufen sind kein Problem, aber täglich viele Etagen auf- und abwärts sollte man diesem Hund nicht zumuten.

Wie Lupetto mit Samtpfoten klar kommt, kann auf Wunsch durch einen Katzentest geklärt werden. Lupetto könnte mit einem unserer nächsten Transporte nach Deutschland kommen, natürlich geimpft, gechipt, auf Leishmanien und Filarien getestet und mit EU-Pass. Wenn Sie mehr zu diesem anlehnungsbedürftigen und vertrauensvollen Hund, der es so verdient hat, geliebt und umsorgt zu werden, wissen möchten, rufen Sie mich gerne an!


Kontakt
Christina Röder

0926193976
01711145176
amrotenfelsen(at)roech.de  



weitere Informationen:

Datum: So, 18.02.2018, 06:24 - Besucher: 84
Schutzgebühr: 300€
Vermittlungsbereich: Deutschland, bundesweit - Aufenthaltsort: Arezzo/Italien - (Vereins)-Sitz: 97076 Würzburg

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