Update März 2026 - Manchmal steht Dario am Gitter seines Zwingers und schaut hinaus als würde er nachdenken. Als würde er versuchen, etwas zu verstehen. Denn Dario hat viel Zeit. Er sieht Menschen kommen. Er sieht sie an den Zwingern entlanggehen. Er sieht Türen aufgehen. Und manchmal sieht er auch Hunde gehen. Dann steht er da, schaut durch die Stäbe – und wenn Hunde Fragen stellen könnten, würde Dario nur eine stellen: „Warum eigentlich nicht ich?“
Dabei ist Dario kein Hund, bei dem man versteht, warum er noch im Hundelager sitzt. Ganz im Gegenteil. Bei ihm sieht man irgendwann seine Fotos auf unserer Homepage, liest seine Beschreibung und stellt sich selbst eine einfache Frage: Warum eigentlich? Warum sitzt dieser Hund noch hier?
Dario ist ein Labrador Mischling. Mittelgroß, etwa 55 Zentimeter hoch. Geboren 2016. Nun offiziell ein Senior. Er mag Menschen. Sehr sogar. Wenn die Tierschützer ihn besuchen dürfen (in neun Jahren vier Mal) und ihn kurz aus seinem Zwinger holen, passiert jedes Mal etwas Schönes: Sobald Dario auf der Wiese steht, scheint sein ganzer Körper vor Freude zu vibrieren. Er läuft los, dreht eine Runde – und kommt immer wieder zurück zu den Menschen. Ein Hund, der sich so ehrlich freut, dass man automatisch lächeln muss. Also noch einmal die Frage: Warum eigentlich?
Mit anderen Hunden kommt Dario gut zurecht. In seinem Zwinger lebt er mit Rüden und Hündinnen zusammen. An der Leine laufen kann er auch. Er ist neugierig. Lernbereit. Menschenbezogen. Nur Katzen sollten in seinem neuen Zuhause besser nicht leben. Aber sonst? Eigentlich passt doch alles.
Und trotzdem vergeht die Zeit. Als Dario im Juli 2017 ins Hundelager kam, war er noch ein junger Hund. Gerade ein Jahr alt. Seitdem ist draußen ein ganzes Hundeleben passiert. 2017, 2018, 2019, …, 2025. Und jetzt ist 2026. Man merkt ihm an, dass er noch Energie hat. Als hätte sich über die Jahre viel Bewegung angestaut. Eigentlich doch genau das, was viele Labrador Mischlinge ausmacht. Dario wäre vermutlich ein wunderbarer Begleiter für lange Spaziergänge. Vielleicht würde er begeistert im kühlen Wasser eines Sees schwimmen. Danach trägt er stolz einen nassen Stock zurück, legt ihn zu Füßen seiner Menschen und sieht sie mit strahlenden Augen an — als wäre dies die wichtigste Aufgabe der Welt. Und am Abend könnte er irgendwo in der Nähe seiner Menschen schlafen. Ein ganz normales Hundeleben. Eigentlich nichts Besonderes. Was bleibt zu sagen? Warum nicht Dario?
Vielleicht war es einfach Pech. Vielleicht hat ihn bisher nur niemand richtig gesehen. Vielleicht hat der Mensch, der genau ihn sucht, diese Geschichte noch nicht gelesen. Aber vielleicht lesen Sie sie gerade. Und vielleicht denken Sie jetzt genau das, was unsere Tierschützer denken, wenn sie Dario treffen: Eigentlich verstehe ich auch nicht, warum dieser Hund noch hier ist.
Wenn Sie das ändern möchten, freut sich Darios Vermittlerin über Ihre Nachricht. Denn nach all den Jahren wäre es wirklich Zeit, dass jemand sagt: Warum eigentlich nicht Dario!
Dario - kam als Junghund in ein Canile
Es war der 17.01.2022 als die netten Tierschützer in meinen Zwinger kamen und meinen Namen riefen. „Dario? – Dario hier“ sagten sie. Ich war verwundert … Riefen sie mich? Es sind doch unzählige Tage und Monate vergangen, seit mich die Tierschützer zum letzten Mal besuchen durften. Aber ja, sie kamen auf mich zu und legten mir sachte die Retriever-Leine um den Hals. Ich war freudig, aber auch etwas ängstlich. Was passiert nun mit mir? Ich habe doch fast 4 Jahren meinen Zwinger nie verlassen!
Wir liefen an hunderten Hundezwingern vorbei. Die anderen Hunde bellten wie verrückt. Manche aus Wut, weil sie gern an meiner Stelle wären, andere vor Angst oder Neugier. Ich bin ehrlich: Ich habe Angst vor der Welt „da draußen“, die Welt hinter meinem Zwinger. Doch wir kamen schlussendlich auf eine große umzäunte Wiese. Hier entspannte ich mich etwas, denn auch das Hundegebell wurde leiser. Wir liefen auf der Wiese auf und ab und die Tierschützer knieten sich zu mir und streichelten mich. Ich genoss diese Liebe, die sie mir gaben. Ich merkte, dass sie mir helfen wollen und sie anders waren, als die Menschen im Canile. An der Leine lief ich meiner Meinung nach sehr gut und auch die vielen Gerüche machten mich neugierig.
Ich hörte die Tierschützer reden: „Dario ist schon am 26.07.2017, als knapp einjähriger Hund, in das Canile hier gekommen. Er macht das wirklich gut und zeigt sich von seiner besten Seite. Ich verstehe nicht, warum er immer noch hier sitzt, er ist doch so ein toller Hund!? Wir können zwar nicht sagen welche Rasse in ihm steckt, aber bestimmt hat ein Labrador/ Retriever mitgemischt.“
Ja … an meine Zeit vor dem Canile kann ich mich fast gar nicht mehr erinnern. Auch nicht mehr an meine Mama oder meine Geschwister. Ich hoffe, ihnen geht es vielleicht besser als mir und sie haben ein tolles Körbchen und liebevolle Menschen um sich…
Die Zeit auf der Wiese war stark begrenzt. Ich wurde traurig als ich merkte, dass es nun wieder zurück in meinen Zwinger ging. Meine Zwingergenossen, es ist eine Hündin und ein Rüde, mit denen ich mich sehr gut verstehe, warteten schon schwanzwedelnd auf mich und meine Erzählungen. „Tschüss Dario“ sagte die Tierschützerin „Ich hoffe, dass wir ganz bald wiederkommen und dich dann endgültig aus dem Zwinger befreien dürfen. Wir werden die Menschen für dich finden, die dich über alles lieben werden und dir ein tolles neues Zuhause schenken wollen, Versprochen. Halte durch.“
10.11.2017 - Unser hübscher Dario leidet im Canile ganz besonders, weil er ein aktiver, bewegungsfreudiger Hund ist. Er hat viel Energie. Deshalb braucht er ein ruhiges Zuhause und regelmäßige Spaziergänge und Beschäftigung, gerne auch Kopfarbeit. Stattdessen läuft er unruhig im Zwinger hin und her und schaut durch die Gitterstäbe. So ein Leben ist für einen lebhaften Hund nur schwer zu ertragen.
Wir können uns Dario gut als Begleiter am Fahrrad vorstellen. Vielleicht würde ihm auch Agility einen Riesenspaß bereiten. Wir sind uns sicher, dass Dario bei entsprechender Auslastung ruhiger wird. Wenn er erst einmal in seinem neuen Zuhause angekommen ist und die Tagesabläufe kennengelernt hat, kann er zufrieden in seinem eigenen Körbchen bei seinen Menschen schlummern.
Hier im Canile verträgt Dario sich gut mit seinen Hundekumpels, aber Katzen mag er nicht. Katzen sollte es deshalb im neuen Zuhause nicht geben.
Wenn Sie Freude hätten, mit Dario viel zu unternehmen und ihn auszulasten, würden wir uns sehr über Ihren Anruf oder Ihre Mail freuen.
Besuchen Sie Dario auch auf unserer Homepage www.pro-canalba.eu
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