Beschreibung: Jovian - Was zur Leine ist eigentlich "Gassi"?
Update Februar 2026 - Was zur Leine ist eigentlich „Gassi“?
Jovian ist wie ein Sonnentag mit leichtem Morgennebel. Die Sonne ist schon da – sie hat nur noch nicht ganz geschafft, durch alles hindurchzuscheinen. Man sieht es sofort: kontaktfreudig, gutmütig, ein Hundejunge mit diesem freundlichen „Hallo, ich bin’s!“. Wenn Menschen kommen, ist Jovian nicht der, der sich wegdreht. Er ist eher der, der kurz prüft, ob das wirklich erlaubt ist – und dann sagt sein Gesicht: Okay, wir können reden.
Anfassen an Ohren, Pfoten, Bauch – Jovian macht das mit. Und genau da liegt sein Sonnenanteil. Jovian hält still und wirkt dabei, als würde er denken: Wenn das hilft, dass ihr mich mögt – bitte sehr. Nur hat sein Mut manchmal noch Nebel um die Pfoten. Er würde gerne mehr Kontakt aufnehmen, mehr Nähe, mehr „Ich komm jetzt richtig zu dir“ – aber kurz vor dem letzten Schritt bleibt er oft stehen.
Ja, die Welt ist im Lager nie „heute sicher“. Nachts im Hundegefängnis wird es nicht still. Es wird nur anders laut. Jaulen, Bellen, Winseln, und irgendwo dazwischen ein Geräusch, das man nur als „Ich hätte gern ein anderes Leben“ beschreiben kann.
Dann sitzen die vier zusammen: Quorivah, Quarven, Tyber und Jovian. Im Zwinger sind sie ein Team. Eine kleine Runde „Gemeinschaftszelle Plus“ – mit dem Sonderprogramm „Wärme durch Zusammenrücken.
Jovian ist meistens der Geschichtenerzähler. Und weil junge Hunde nicht einfach nur stillliegen können, kommt irgendwann die wichtigste Frage des Abends. „Jovian“, flüstert Quarven, „was ist eigentlich… Gassi?“ Jovian hebt den Kopf, als würde gleich eine Prüfungsfrage gestellt. „Gassi“, sagt er ernst, „ist bestimmt etwas, das Menschen sagen, wenn gleich etwas Großes passiert.“ „Zum Beispiel?“, fragt Tyber, der so tut, als wäre ihm das egal, aber seine Ohren stehen auf Empfang. „Zum Beispiel“, sagt Jovian, „öffnet sich eine Tür. Und dahinter ist Gras. Also… so ein Teppich, nur draußen. Und er kitzelt an den Pfoten, damit Hunde automatisch loslaufen. Sehr schlau gemacht, diese Menschen.“ Quorivah kichert. „Und warum heißt das dann Gassi?“ Jovian überlegt. „Vielleicht“, sagt er, „weil man dabei ganz offiziell überall unterschreiben muss, dass man da war. Mit der Nase. Sehr viel Papierkram für Hunde. Deshalb dauert das so lange.“ Da muss sogar Tyber kurz lächeln. Nur ganz kurz. Wie ein Sonnenstrahl durch Nebel.
Und jetzt kommt der Teil, wo Sie ins Bild gehören. Vielleicht sind Sie gerade von einem Spaziergang heimgekommen, vielleicht sitzen Sie gerade bequem. Vielleicht haben Sie gerade kurz gelächelt, weil ein junger Hund im Hundegefängnis sich „Gassi“ ausdenken muss, statt es einfach zu erleben. Und wahrscheinlich hat es gleichzeitig weh getan, weil das hier kein Märchen ist, sondern Jovians Alltag.
Jovian ist erst am Anfang seines Lebens, aber bald wird er zu den erwachsenen Hunden im Hundegefängnis gehören. Dann ist man nicht mehr „die Kleinen, die noch zusammenkuscheln“. Dann ist man einfach… da. Jovian hat die Sonne in sich: gutmütig, kontaktfreudig, problemlos zu handeln. Was ihm fehlt, ist Alltag. Übung. Ein Mensch, der sagt: „Komm, Nebel. Wir gehen trotzdem.“ Wenn Sie also gerade lächeln mussten über den „Nasenschriftverkehr“ – und im nächsten Moment dachten: Der sollte das doch nicht erfinden müssen - dann sind Sie vielleicht der Mensch, der aus seinem erfundenen Gassi ein echtes macht. Schritt für Schritt. Bis nur noch Sonne übrig ist.
Wenn Jovian also seinen „Nasenschriftverkehr“ nicht länger nur auf Beton erledigen sollte: Rufen Sie seine Vermittlerin an – für den einzigen Papierkram, der hier wirklich zählt, nämlich den, der ihn endlich ins echte Gassi adoptiert.
Jovian - Gute Laune hat einen Namen: Jovian
Unser Jovian hätte guten Grund, Trübsal zu blasen, denn mit 2 Monaten wurde er ins Hundegefängnis gebracht.
Ein Hundegefängnis mit Gemeinschaftszellen und melodischer 24 Stunden Beschallung durch Jaulen, Winseln oder Bellen. Die Architektur seiner Zelle besteht aus 3x Beton und 1x Gitter, abwechslungsreicher Aussicht auf Beton und Gitter und modernem Einrichtungsmobiliar im used look bestehend aus blechernen Futter- und Wasserschüsseln. Diese werden mit schlechtem Futter gefüllt. Zu viel zum Verhungern, zu wenig, um einem Hundekind in der Wachstumsphase genug Nährwerte und Kalorien zuzuführen, um zu einem gesunden und widerstandsfähigen Hund heranzuwachsen.
Noch wirkt Jovian kerngesund. Er ist ein neugieriges Hundekind und als die Tierschützer ihn zum ersten Mal besuchen kommen, ist er natürlich erst einmal vorsichtig. Dann aber taut er schnell auf und verteilt eifrig schmatzende Hundeküsschen.
Er teilt seine Zelle mit 3 anderen Hundekindern und die vier geben sich gegenseitig Halt und Unterstützung, um die Zeit im Hundegefängnis zu überstehen. Anstelle von kuscheligen Körbchen, die für andere Hundekinder in ihrem Alter eine Selbstverständlichkeit sind, bieten sie den anderen gegenseitig ihr Fell an. Heute bin ich das Körbchen, ruft Jovian und Quorivah und Quarven betten ihre Köpfe auf seine Seite. Kannst du mich zwischen deine Pfoten nehmen, fragt Tyber. Aber klar sagt Jovian. Dann hältst du sie ja gleichzeitig warm. Eine win-win-Situation für uns alle vier, grinst er. Und wer erzählt heute die Geschichte, fragt Quorivah. Ich, ich mache das, ruft Jovian. Aber du bist doch schon das Körbchen, sagt Tyber zaghaft. Macht nix, ich bin multitaskingfähig, antwortet Jovian.
Und dann erzählt er die Geschichte, die er heute bei den Tierschützern gehört hat. Nämlich, dass sie den Hundekindern helfen wollen, eine Familie zu finden. Eine Familie an einem Ort, der Zuhause heißt, wo man auch kuschelt, aber nicht, weil man sich vor dem Erfrieren schützen muss, sondern weil man sich liebhat. Ich habe dich aber auch lieb Jovian, sagt Tyber schüchtern. Ich dich doch auch, sagt Jovian und gibt Tyber einen dicken Schmatz auf die Schnauze. Aber stellt euch mal vor, wir haben ein Zuhause bei Menschen, die immer zu uns gehören. In einem Haus, in dem wir es uns gemütlich machen können und zum Spielen und Toben mit ihnen spazieren gehen. Was ist spielen, fragt Quarven. Hm, das weiß ich auch nicht, aber es muss toll sein und wir finden es heraus.
Tyber ist nicht wirklich überzeugt, denn er ist am längsten hier im Hundegefängnis und die Tierschützer haben das mit der Familie schon einmal erzählt und heute wieder keine mitgebracht, obwohl er es sich so gewünscht hat. Das macht ihn sehr traurig. Wenn du an traurige Sachen denkst, bist du traurig und wenn du an schöne Sachen denkst, bist du fröhlich, sagt Jovian und strahlt die anderen Hundekinder an.
So einfach ist das, fragt Quorivah? Kommt, dann denken wir jetzt alle an etwas Schönes: 1 – 2 – 3. Quarven fängt als erster an zu kichern und die anderen stimmen ein. Seht ihr, wie gut das geht, lacht Jovian. Dann denken wir jetzt alle gleichzeitig an eine Familie und dann geht vielleicht die Gittertür auf: 1 – 2 – 3….
Und nun kommt Ihr Einsatz, liebe Leser. Rufen Sie Jovians Vermittlerin an und zeigen sie ihm, dass seine Theorie stimmt. Jovian ist erst 6 Monate alt (Stand November 2025), aber er hat bereits die Weisheit eines alten Hundes: Wer an das Glück glaubt, den belohnt es.
Bitte besuchen Sie Jovian auch auf unserer Homepage.