„Als wir noch in Mamas Bauch waren, wussten wir schon, dass sie sich um uns kümmern und uns ganz doll liebhaben wird. Sie hat immer gesagt: „Meine Kleinen werden es mal gut haben und ich werde ihnen alles beibringen, was sie können müssen." Und dann, als wir auf der Welt waren und überhaupt noch nichts sehen konnten, hat Mama ihr Versprechen gehalten. Sie hat uns gewärmt und wir konnten die feine Milch trinken… das war jedes Mal ein Gedränge, aber trotzdem hat jeder von uns immer seinen Teil bekommen. Es war eine schöne Zeit. Aber sie dauerte nicht lange. Plötzlich war Mama weg und Männer kamen und packten uns. Wir haben alle so geweint und wussten nicht, was wir machen sollten. Dann haben sie uns wieder gepackt und uns in einen Käfig geworfen. „So, jetzt seid ihr, wo ihr hingehört“, haben sie gesagt, die große Tür abgeschlossen und sind gegangen. (Mama konnte uns nicht mehr beibringen, dass man sich vor den Hundefängern in Acht nehmen muss.)
Jetzt sitzen wir hier, eingesperrt und ohne Mama. Zum Glück durften wir aber zusammenbleiben. Manchmal spielen wir ein bisschen. Mama hat immer gesagt, Spielen sei wichtig, damit man sich gut entwickelt. Also spielen wir. Und dann kamen eines Tages Menschen, die ganz anders waren. Nicht so grob, wie die Menschen, die uns eingesperrt haben. Sie haben uns vorsichtig angeschaut und leise mit uns gesprochen. Sie haben gesagt, dass sie Mama zwar nicht finden können, aber sie wollen uns helfen, hier wieder rauszukommen. Das geht aber nur, wenn wir ein Zuhause finden. Und dafür, so haben sie gesagt, müssen wir uns bewerben. Auweia… wir sind doch noch so klein. Wie soll man denn als kleines Hundekind wissen, wie das geht? Warum wissen diese Tierschützer das denn nicht.“
Wir sind auch Tierschützer und wir verstehen das. Unser kleiner Wasker ist ein Hundekind, das noch nicht viel kennt. Er ist ein wenig schüchtern und den Kontakt mit Menschen ist er noch nicht gewöhnt. Alles ist neu für ihn und manchmal macht ihm das noch Angst. Aber mit Geduld, Ruhe und liebevollen Menschen wird er ganz bestimmt lernen, dass Nähe etwas Schönes sein kann. Mit anderen Hunden ist er ein bisschen vertraut - immerhin hat er ja seine Geschwister. Alles andere wird er von, bei und vor allem mit seiner neuen Familie lernen. Bis auf eine Sache: Wie man ein allerbester Freund für immer wird, das weiß Wasker nämlich schon.
Waskers Geschwister sind übrigens Waylo, Wixelle und Woola
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