Hallo, ich bin Galadriel. Mein Name klingt nach einer edlen Königin, aber eigentlich bin ich eher wie eine Flasche voller bunter Limonade. Nur: Das Leben im Lager schüttelt mich. Jeden Tag.
Seit ich acht Monate alt war, wird hier ununterbrochen an mir gerüttelt. Die lauten Geräusche, das Gitter, das Warten – das alles ist wie eine unsichtbare Hand, die meine Flasche immer wieder hin und her bewegt. In mir drin steigen dann Millionen kleiner Bläschen auf. Alles kribbelt, alles baut Druck auf.
Dabei bin ich eine freundliche Hündin, die Menschen sehr liebt – nur mein Nervensystem ist im Lager dauerhaft auf „Sprudel“. Und wenn dann die Tierschützer kommen, dann wird der Deckel ein kleines Stück aufgedreht. Dann macht es „Zisch!“ und ich sprudle sofort über. Ich kann gar nicht anders. Ich will dann ganz nah an sie ran, ich will ihnen mein ganzes Sprudeln schenken, ich möchte in sie hineinkriechen. Manche nennen das „aufdringlich“, aber eigentlich bin ich nur eine Limonade, die so froh ist, endlich mal kurz offen zu sein. Ich weiß dann vor lauter Glück gar nicht, wohin mit meinen Bläschen, und dann zapple ich und möchte am liebsten ihr ganzes Gesicht vor Freude einsprudeln.
Aber dieses Sprudeln hat auch eine Kehrseite. Wenn etwas ganz Neues passiert, steigen die Bläschen so schnell auf, dass mein ganzer Körper zittert. Ich werde hibbelig und nervös – wie eine Flasche, die man zu schnell geöffnet hat – ich weiß dann nicht mehr, wie man ruhig fließt. In meinem Kopf blubbert es dann so laut, dass ich kaum noch richtig zuhören kann. Ich sei dann völlig außer Rand und Band sagen sie. Dabei will mein Inhalt eigentlich nur raus, weil es mir drinnen einfach zu eng geworden ist.
Und wenn ich andere Hunde sehe, dann schwappt bei mir alles über. Ich renne hin, ich rufe, ich schäume fast über vor lauter: „Guck mal! Hier! Ich! Wer bist du?!“ Ich hab einfach nie gelernt, wie man ein stilles Wasser ist. Ich kenne nur den Brause-Modus. Mit Abstand, ruhiger Führung und Training kann ich lernen, erst zu gucken statt loszusprudeln. Dass ich eigentlich eine richtig angenehme Mitbewohnerin bin, zeigt sich in meinem Zwinger. Den teile ich mir mit Ivarek und wir zwei kommen super miteinander aus. Da merkt man, dass meine Bläschen ganz ruhig werden, wenn ich jemanden habe, auf den ich mich verlassen kann.
An der Leine laufe ich schon ganz okay – das ist wie ein Glas, das mich sanft zusammenhält, damit ich nicht einfach über den Rand laufe.
Ich wünsche mir ein Zuhause, in dem die Welt aufhört zu schütteln. Wo die Bläschen langsam nach unten sinken dürfen, bis aus mir endlich stilles, entspanntes Wasser wird. Ich möchte schnüffeln und spazieren gehen, ohne dass mein Kopf sofort wieder zu sprudeln beginnt.
Ich suche einen Menschen, der keine Furcht vor übersprudelnder Limonade hat, wenn ich mich freue. Jemand, der mir hilft, den Deckel ganz langsam und sicher abzuschrauben. Bist du mein „Ruhepol“? Jemand, bei dem meine Bläschen endlich Feierabend haben?
Und weißt du: Wenn es bei dir gerade im Bauch kribbelt – dann ist das keine Brause. Das ist dein Herz. Ruf bitte schnell meine Vermittlerin an, bevor ich hier noch ganz überschäume vor lauter Hoffnung.
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