Spinocchia findet, dass nicht jeder dahergelaufene Dösel glauben soll, ihr neuer best buddy werden zu können. Wo kämen wir denn da hin! Die Dame hat nämlich Charakter, und würde sich wünschen, dass sich ihr Gegenüber auf Augenhöhe bewegt. So von Hund zu Mensch, von Dame Spinocchia zu ihrem Auserwählten, der oder die, nun ja, eben auch Charakter hat. Nicht zwingend schrullig, aber doch mit stabilem Rückgrat, Herz und Verstand, Gelassenheit und freiem Denken, um mit einer Persönlichkeit wie Spinocchia klarzukommen.
Spinocchia findet, das könnte so ungefähr passen. Nicht umsonst hat sie sich jahrelang alleine auf den Straßen Kalabriens durchgeschlagen, hat von Abfällen und Luft gelebt, dank Vorsicht und Schläue und einem Quäntchen Glück überlebt. Ist den Menschen so gut es ging ausgewichen, denn aus Erfahrung kam da sowieso nie etwas Gutes zurück. Und irgendwann ist dann doch ein guter Mensch aufgetaucht und hat es irgendwie geschafft, Spinocchia zu sich zu holen, da war sie schon längst erwachsen. Die letzten drei Jahre hat sie bei einer Tierschützerin gelebt und sich mit dieser Frau sogar etwas angefreundet. Aber leider wurde dort der Platz knapp, immer mehr Hunde, die Unterschlupf benötigen, sodass die Tierschützerin entschieden hat, schweren Herzens, sich von Spinocchia zu trennen. Nicht einfach so, sondern sie in den Sicheren Hafen zu geben, Anfang April 2026. In der Hoffnung, dass jemand auf Spinocchia aufmerksam wird und sie für den Schlussspurt ihres Lebens zu sich holt.
Denn unsere Dame ist schon fast 13 Jahre alt (Stand April 2026). Das entbehrungsreiche Leben sieht man ihr auf den ersten Blick nicht an, für ihr Alter ist sie sehr fit, allerdings auch noch immer recht scheu. Ihr strubbeliges, grau-beiges Fell könnte vielleicht einmal waschen-föhnen ertragen, aber unter Umständen ist ihr äußeres Erscheinungsbild auch einfach dem einen Terrier-Onkel in der Familie geschuldet. Wer weiß das schon… Nur Spinocchias Gebiss lässt vermuten, dass es in ihrem Leben eher selten unbeschwert sorglos war, mindestens die unteren Schneidezähnchen, gut zu sehen wegen Unterbiss, sind etwas dezimiert.
Und wo wir schon beim Thema sind: Spinocchia hat so ihre Erfahrungen gemacht mit uns Zweibeinern, und meistens waren es keine Schönen. Sie hat vermutlich früh gelernt, dass es hilft, wenn sie sich mit den Zähnen zur Wehr setzt. Im Klartext: Wenn Spinocchia jemanden nicht kennt oder ihm oder ihr (noch) nicht traut, dann kann sie auch mal schnappen. In der Vergangenheit hat ihr das bestimmt so einiges an Ungemach erspart. In der Gegenwart muss sie noch lernen, dass es a) andere Wege gibt, um mit den Menschen zu kommunizieren. Und b), das sie es ab sofort sowieso nur noch freundlichen Menschen zu tun haben wird. Und c) dass diese freundlichen Menschen ihr den Part «Schutz & Verteidigung» abnehmen werden. Und dass sie d) überhaupt nur noch das Leben, oder der kleine Rest, der ihr noch bleibt, genießen soll.
Spinocchia findet: Jaaa, kann man ja mal versuchen, bei der Tierschützerin hat das auch ganz ordentlich geklappt. Stimmt, sagen wir, die Frau hatte Spinocchias Vertrauen gewonnen, konnte die Hündin problemlos anfassen, Brustgeschirr an- und ausziehen etc. Spinocchia sei mit der Zeit richtig umgänglich geworden.
Für unsere liebe Charakter-Prinzessin suchen wir dringend jemanden, der abgesehen von Charakter, etwas Hundeerfahrung und Hundeverstand, auch einen langen Atem mitbringt. Letzterer würde Spinocchias neuen Lieblingsmenschen helfen, die Zeit, bis sich aus der verunsicherten, etwas argwöhnisch dreinblickenden kleinen Oma die vertrauensvolle, liebe Spinocchia herausschält, zu überbrücken.
Falls Sie sich angesprochen fühlen, so zögern sie nicht. Kontaktieren sie Spinocchias Vermittlerin, wir freuen uns auf Sie!
Bitte besuchen Sie Spinocchia auch auf unserer Homepage.
weitere Informationen zu Spinocchia: Datum: So, 19.04.26, 17:03 - Besucher: Schutzgebühr: nach Absprache + 125,- € Transportkostenbeteiligung Vermittlungsbereich: Deutschland + Österreich + Schweiz - Aufenthaltsort: Italien,SH - (Vereins)-Sitz: 32278 Kirchlengern