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Name: Frieder

Rasse:Maremmano Mischling
Geschlecht:Notfall/Rüde
Alter: 02.12.2018
Farbe:beige-weiß
Schulterhöhe:ca. 60cm
Kastriert/Sterilisiert:Ja
Impfungen:Ja
Krankheiten:keine bekannt
Zuordnung: (Größe):Mischling-mittel
Lebensabschnitt:Erwachsen
    
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Beschreibung:

Frieder - Gibt es ein Leben jenseits von Schmerz und Einsamkeit?

Update Februar 2026 – Frieder: Ein Leben, das leise gemacht wurde

Frieder kam als Welpe in dieses Lager. Er war knapp zwei Monate alt, ein weißes Fellknäuel mit tapsigen Schritten und diesem typischen Welpenblick, der eigentlich nur eins sagen will: „Hallo Welt, hier bin ich!“ Dann fiel eine Tür ins Schloss. Und sie ist bis heute nicht wieder aufgegangen.

Wir schreiben das Jahr 2026. Frieder sitzt seit acht Jahren in diesem System der Verwahrung. Acht Jahre. Das ist keine „Wartezeit“. Das ist ein ganzes Leben, das nicht stattfinden durfte. Während draußen die Welt weiterging, Jahreszeiten wechselten, andere Hunde lernten, spielten und alt wurden, blieb für Frieder die Zeit stehen – und gleichzeitig lief sie ihm davon.

Wer noch nie in so einem Lager war, unterschätzt leicht, was diese Zeit anrichtet. Es sind nicht nur Tage, die vergehen. Es ist die systematische Löschung von Persönlichkeit. Dieses Lager-System lebt davon, dass Hunde funktionieren, indem sie stillhalten. Die Betreiber verdienen an der Masse, an der Dauer, an der Unsichtbarkeit. Und Frieder? Er hat gelernt, sich diesem System zu fügen.

Frieder ist heute nicht einfach nur „schüchtern“. Er wurde leise gemacht. Wer acht Jahre lang lernt, dass Bellen nichts ändert, dass Freude keinen Platz hat und dass Auffallen gefährlich sein kann, der verstummt irgendwann. Seine Angst ist kein Charakterfehler, sondern das logische Ergebnis von Jahren ohne Sicherheit. Er zieht sich zurück, macht sich unsichtbar, weil das die einzige Strategie ist, die ihn bisher überleben ließ.

Das Grausamste an seiner Geschichte lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Kein erstes Mal. In acht Jahren gab es für Frieder kein erstes Mal Gras unter den Pfoten. Kein erstes Mal Wind um die Nase, der nach Freiheit riecht. Kein erstes Mal ein weiches Körbchen. Kein erstes Mal die Hand eines Menschen, die nicht nur füttert oder schiebt, sondern tröstet. Kein erstes Mal Sicherheit.

Nach acht Jahren fehlen Frieder nicht nur „Kleinigkeiten“. Ihm fehlt die ganze Welt. Ihm fehlt das Urvertrauen, dass das Leben gut sein kann. Heute teilt er sich den Zwinger mit Folquet und Daigle. Die Tierschützer beschreiben ihn als sehr ängstlich, aber – und das ist das kleine Wunder in all dem Grau – ohne jede Aggression. Frieder schnappt nicht, er droht nicht. Er versucht nur, nicht da zu sein. Er hat sich fast aufgelöst in der Hoffnungslosigkeit.

Wir suchen Menschen, die dieses Schweigen brechen. Menschen, die nicht erwarten, dass Frieder sofort „funktioniert“. Er braucht ein Zuhause, in dem er zum ersten Mal erleben darf, dass er existieren darf. Ein sicheres, ländliches Umfeld, ein gut eingezäunter Garten und Menschen, die wissen: Vertrauen ist bei Frieder kein Schalter, den man umlegt. Es ist ein Pflänzchen, das nach acht Jahren Beton erst einmal Wurzeln schlagen muss. Frieder braucht kein Mitleid, das beim nächsten Klick verfliegt. Er braucht eine Entscheidung gegen dieses Wegsperren. Wenn Sie sich vorstellen können, Frieder endlich sein „erstes Mal“ Leben zu schenken, lesen Sie bitte unsere Informationen zu Herdenschutzhunden: https://www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde/ Und rufen Sie dann seine Vermittlerin an. Acht Jahre Stille sind genug.


Frieder, damals vielleicht noch Friederchen, war im Februar 2019 knapp zwei Monate alt - ein kleines, weißes Fellknäuel, noch etwas tapsigen Schrittes, mit dunklen Knopfaugen, mit denen er die Welt um sich herum neugierig beobachtete und alles kennenlernen wollte. Jemand oder vielleicht eine Gruppe Hundefänger hat es übers Herz gebracht, den kleinen Schlumpf in das schrecklichste uns bekannte Hundegefängnis zu bringen, an diesen von allen Göttern und guten Geistern verlassenen Ort, und in eine kalte, kahle Betonzelle zu werfen. Türe zu, aus die Maus. Fertig mit Leben genießen, fertig mit spielen, fertig mit lernen, fertig mit Hoffnung. Eigentlich auch fertig mit Leben. Denn aus diesem furchtbaren, tierquälerischen Ort gibt es für die allermeisten unschuldig Gefangenen kein Entrinnen mehr. Bis zum bitteren Ende vegetieren sie in der immer gleichen Box, jeder Tag von Langeweile, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit geprägt.

Aus Friederchen ist in der Zwischenzeit Frieder geworden, ein weißer Maremmano Mischling von stattlicher Größe. Seit seiner Gefangennahme sind über fünf (5!) lange Jahre vergangen und Frieder sitzt noch immer in seinem Kerker. Er kennt nicht sehr viel vom Leben und der Welt - wie auch, man hat ihm ja nie die Gelegenheit gegeben. Und weil die Menschen an dem Ort, an dem er eingesperrt ist, die gefangenen Hunde schlecht behandeln (ein Euphemismus…), ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Frieder vor Zweibeinern etwas Angst hat. Vielleicht hat er das erste Mal in seinem Leben freundliche Worte an ihn, ja, an IHN gerichtet, gehört, als im Februar 2024 die mit uns befreundeten Tierschützer endlich die Erlaubnis erhalten hatten, Frieder zu besuchen. Sie beschreiben Frieder als sehr sozial im Umgang mit seinen zwei Zellengenossen. Er habe sich vor den ihm Unbekannten etwas gefürchtet, auch die Leine um den Hals habe ihm Angst gemacht. Frieder wird seine guten Gründe haben, weshalb er so reagiert. Die Tierschützer betonen in ihrem Bericht, dass Frieder kein einziges Mal versucht habe, aus Angst oder Unsicherheit zu schnappen. Er habe einfach versucht, unsichtbar zu werden…

Wenn man Frieder auf den Fotos sieht - vernachlässigt, verängstigt, schmutzig, verfilzt, mit zu langen Krallen - braucht es nicht viel Fantasie, um zum Schluss zu kommen, dass der arme Tropf schnellstmöglich aus seinem Gefängnis herausgeholt werden muss. Leider ist uns das nur erlaubt, wenn wir schwarz auf weiß beweisen können, dass Frieder von einer Familie oder Einzelperson adoptiert wird. Deswegen sind wir auf der sehr dringenden Suche nach Menschen, die Frieder ein Zuhause schenken möchten und können. Die etwas Hundeerfahrung mitbringen, sich vielleicht sogar mit ängstlichen, traumatisierten Hunden auskennen, einen hundesicher eingezäunten Garten haben, eher ländlich wohnen. Menschen, die es akzeptieren können, dass Frieder seine Zeit brauchen wird. Dass die Gefangenschaft ihre Spuren hinterlassen hat, dass Frieder die «richtige» Welt vielleicht nur in homöopathischen Dosen verarbeiten kann. Er kennt kein Haus, kein Gras unter den Pfoten, keine menschliche Zuwendung, kein Futter, das diesen Namen verdient, keine Spaziergänge. Er kennt es auch nicht, als Individuum mit Rechten und Bedürfnissen wahrgenommen zu werden. Aber Frieder wäre nicht der erste Hund, der aufblüht, nachdem er seine Ängste ablegen konnte, weil er gemerkt hat, dass er nun in Sicherheit und Geborgenheit leben darf. Leben.

Falls Sie sich vorstellen können, Frieder ein Leben jenseits von Schmerz und Einsamkeit zu ermöglichen, ihn bis in alle Ewigkeit zu lieben und respektieren, dann lesen Sie bitte kurz unsere Info zum Thema Herdenschutzhunde durch https://www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde/ und rufen dann Frieders Vermittlerin an. Unser Dank ist Ihnen sicher.


Bitte besuchen Sie Frieder auch auf unserer Homepage.

https://www.pro-canalba.eu/unsere-hunde/hundebeschreibung/?hund=Frieder_7858  




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weitere Informationen zu Frieder:

Datum: Fr, 30.01.26, 07:42 - Besucher: 207
Schutzgebühr: 390,-€ + 110,-€ Transportkostenbeteiligung
Vermittlungsbereich: Deutschland + Österreich + Schweiz - Aufenthaltsort: Italien,AR - (Vereins)-Sitz: 32278 Kirchlengern

 

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