Beschreibung: Kemyra - Ein "Wölfchen" sucht sein Rudel
Update März 2026 - Rotkäppchen optional — Körbchen dringend gesucht!
Also gut. Ich sehe schon, kaum sagt jemand „kleines Wölfchen“, schon flüstern einige: „Aha… das ist bestimmt die mit Rotkäppchen. Die mit der Oma.“ Deshalb gleich zu Beginn eine wichtige Mitteilung aus dem Märchenarchiv: Ich, Kemyra, habe keine Großmutter gefressen. Nicht eine. Nicht mal aus Versehen.
Und Rotkäppchen ist mir bisher auch noch nicht begegnet. Ehrlich gesagt glaube ich, dass ich ihr eher den Korb tragen würde, statt ihn zu klauen. Ja, ok – mein Fell sieht wohl ein bisschen nach Märchenwolf aus. Hell, leicht meliert, ein bisschen wild. Schuldig im Sinne der Ästhetik, nicht im Sinne von Omasnapping.
Meine Realität ist allerdings weniger Zauberwald, mehr Beton: Ich lebe gerade im Hundelager. Eine riesige Verwahrstation für Hunde, die keiner vermisst — Betonboden, Gittertüren, Lärmpegel wie in einer U-Bahn zu Stoßzeiten. Kein gemütliches Häuschen im Wald, kein Spitzenhauben-Bettchen und schon gar keine Omas.
Sollte Rotkäppchen also jemals auf Besuch vorbeikommen, muss sie die Wegbeschreibung korrigieren: hier gibt’s mehr Zwinger als Zauberwald. Meinen teile ich mir mit einem gemischten Rudel – Jungs und Mädchen. Und wir kommen gut miteinander aus. Wir schlafen, warten, hoffen. Wenn Menschen auftauchen, werde ich allerdings sofort aufmerksam, schaue mir die Zweibeiner genau an und denke mir: „Hm… könnte das die sein in deren Bett ich schlafen darf?“. Die Tierschützer sagen über mich, ich sei sozial, neugierig und selbstbewusst. Ich sage dazu einfach: Ich mag Gesellschaft. Und Abenteuer. Zum Beispiel alles, was mit raus aus dem Zwinger heißt. Die Leine kenne ich nämlich auch schon. Ich kann damit laufen – wirklich! Nur manchmal habe ich noch ein paar eigene Vorschläge zur Streckenführung, geradeaus ist langweilig, linksrum hat mehr Gerüche.
Und ich stelle mir vor, dass mein eigenes Märchen vielleicht so beginnt: Ein Zuhause. Ein Rudel aus Menschen. Spaziergänge. Vielleicht ein Körbchen. Vielleicht ein Sofa. Und vor allem jemand, der sagt: „Das Wölfchen gehört zu uns“
Falls du da draußen also zufällig Rotkäppchen unterwegs triffst, richte ihr bitte aus: Die Großmutter ist wohlauf, der Korb bleibt bei ihr — aber sie darf gern kurz anhalten und allen im Wald erzählen, dass hier ein kleines Wölfchen auf ein Körbchen hofft. Viel besser wäre allerdings, wenn nicht Rotkäppchen, sondern du mir ein Körbchen (oder ein Sofa) freiräumst: Keine Sorge. Ich verspreche hoch und heilig: Die Oma bleibt unversehrt. Aber ein bisschen Platz im Rudel hätte ich schon gern!
Was ich eigentlich sagen wollte… Rotkäppchen optional, Oma ausdrücklich erlaubt -gerne meine Vermittlerin anrufen, wir freuen uns nämlich auf deinen Anruf!
Unser kleines Wölfchen Kemyra wird mit Sicherheit kein Wolf werden, wenn sie mal groß ist. Aber eine hübsche Hündin mit ganz besonders schönem, hellem, an einigen Stellen dunkel meliertem Fell. Von wem sie diese spezielle Farbkombination geerbt hat, die entfernt an einen kleinen Wolf denken lässt, wird ihr Geheimnis bleiben. Denn woher sie kommt und wie sie an so einen finsteren Ort wie diesem Canile gelandet ist, wissen wir nicht. Klar ist jedoch, dass ein Hundekind dort nicht sein sollte, übrigens auch kein erwachsenes Tier. Schlicht niemand. Aber ein kleines, allein gelassenes Hundemädchen wie Kemyra sollte dort auf keinen Fall aufwachsen müssen. Deswegen setzen wir alle Hebel in Bewegung, von diesem Vorstellungstext über alle verfügbaren sozialen Medien bis hin zu Feenstaub und wünsch-dir-was-Sternschnuppen, damit die Kleine endlich nach Hause reisen darf.
Kemyra war geschätzt sechs Monate alt, als sie Mitte Januar ins Hundegefängnis kam. Als die mit uns befreundeten Tierschützer sie wenige Wochen später das erste Mal besuchen durften, fanden sie einen spielfreudigen Welpen, sehr anlehnungsbedürftig. Kemyra habe sofort mit jedem, der sich ihr anbot, Kontakt aufgenommen, erzählen uns die Tierschützer. Sie habe sich auf den Arm heben lassen, nur um sich dort einzukuscheln. Sie sei einfach nur lieb gewesen mit allen, egal ob Menschen oder Hundekumpels. Kemyra habe sofort mitgemacht, als die fremden Menschen sie zum Spielen aufforderten, nur die Leine sei für die Kleine noch etwas gruselig gewesen. Und ja, sie habe sich als etwas futterneidisch gezeigt - wen wundert’s, wenn ein Hundekind jeden Tag ums Futter und somit ums Überleben kämpfen muss. Ansonsten und kurz auf den Nenner gebracht: Kemyra ist eine propere junge Hündin, mit 43 cm Schulterhöhe (im Alter von rund 7 Monaten) vermutlich mittelgroß werdend (Stand Februar 2026), im Moment etwas verloren in der Welt; ein liebes Hundekind, das endlich das «richtige» Leben kennenlernen möchte, mit Spiel, Spaß, Kopfarbeit und ganz viel menschlicher Nähe.
Geschätzte Hundeliebhaber und -liebhaberinnen, vielleicht haben Sie Gefallen gefunden an der Idee, Kemyra Teil Ihres Lebens werden zu lassen. Vielleicht sind Sie innerlich am Überlegen, ob eine junge Hündin überhaupt in Ihre Lebensplanung passen würde. Vielleicht denken Sie, eine Entscheidung eilt ja nicht, denn auf den Fotos scheint es Kemyra ja richtig gut zu gehen in diesem Canile, das ist ja gar nicht so schlimm dort: eine Spielwiese, Hundefreunde, viel Platz und Friede, Freude, Eierkuchen. Schön wär’s, aber leider nein. Kemyra lebt aktuell tatsächlich auf der Wiese, auf der sie die Tierschützer besuchen durften. Allerdings ohne Schutz vor Wind und Wetter, egal, wie kalt dieser italienische Winter ist. Und nur so lange, bis wieder eine Betonbox mit dicken Gitterstäben frei wird, weil wieder einer der fast 1000 (in Worten: eintausend) Hunde, die dort teilweise ihr ganzes Leben lang eingesperrt sind, einsam und verlassen in einer Ecke seines Verließ’ verendet ist.
Wir wollen Kemyra nicht nur ein Dahinvegetieren in einer Zelle ersparen, nein, wir setzen alles daran, dass die süße Maus schnellstmöglich ein Zuhause findet. Bei verantwortungsbewussten Menschen, die wissen, was mit einem Welpen auf sie zukommt, die das Wort «Contenance» auch bei Hundepipi auf dem neuen Teppich oder der dritten nächtlichen Gassirunde in die Tat umsetzen können. Die bereit sind, mit Kemyra zu arbeiten, bei Bedarf eine Hundeschule zu besuchen, ihr den Kontakt zu anderen Hunden zu ermöglichen und sie zu lieben und zu loben bis ans Ende aller Tage.
Nun, liebe Leserin, lieber Leser, sind Sie an Bord? Dann kontaktieren Sie bitte Kemyras Vermittlerin, wir freuen uns sehr auf Sie!
Bitte besuchen Sie Kemyra auch auf unserer Homepage.
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