Beschreibung: Esthyl - Manchmal muss es schlechter werden....
Liebe Leser, wie definieren Sie Lebensqualität? Gesundheit, Sicherheit, Nahrung, Freundschaft und Liebe, Abwechslung….?
Und dann sehen Sie die Fotos von Esthyl und denken, der arme Hund. Das Wort Lebensqualität passt hier überhaupt nicht. Denken Sie! Esthyl würde das anders sehen. Dass Leben Qualität haben kann, hat sie erst kürzlich kennengelernt. Bevor Sie zu uns in den Sicheren Hafen kam, war ihr Leben alles, aber nicht lebenswert.
Esthyl ist 8 Jahre alt (Stand 9/2026). Irgendwann kam sie in das erste Hundelager und die Bürokratie wollte es so, dass sie immer wieder in ein anderes Lager kam. Besser wurde es nie. Hundelager sind nie gut, nur schlimm oder schlimmer. Sicherlich hat sie die ein oder andere Hundefreundschaft geschlossen, die sie am Leben erhalten hat und dann auch diese wieder verloren. Auf dieser Odyssee hat sie sich mit Leishmaniose infiziert. Diese ist aufgrund der Medikamente, die sie bekommt, unter Kontrolle und bisher zeigen sich keine Symptome. Aber dann kam es noch schlimmer. Ein Tumor hat sich in ihrem Bein ausgebreitet. Haben Sie sich mit den Schmerzen eines Knochentumors schon einmal gedanklich beschäftigt? Ein Schmerz, der nie nachlässt und immer schlimmer wird. Diesen Schmerzen musste Esthyl an einem grausamen Ort ertragen.
Als die Tierschützer die Erlaubnis bekamen, Esthyl zu besuchen, waren sie entsetzt. Aber sie waren auch überrascht. Obwohl es Esthyl so schlecht ging, hat sie sich sehr über den Besuch der Tierschützer gefreut. Sie hat ihnen ihr Vertrauen geschenkt und gezeigt, dass noch Lebensfreunde in diesem geschundenen Körper steckt. Der Tumor war Esthyls Ticket in die Freiheit.
Sie kam in den Sicheren Hafen und vor 4 Wochen (Stand 9/2026) wurde ihr Bein amputiert. Ja das Bein fehlt – aber die Schmerzen gehören der Vergangenheit an. Im Sicheren Hafen erlebt Esthyl zum ersten Mal, was Freundschaft und Fürsorge bedeutet. Sie zeigt sich ruhig, ausgeglichen und äußerst menschenbezogen. An den dreibeinigen-Zustand hat sie sich erstaunlich schnell angepasst. Sie setzt oder legt sich mühelos hin und hüpft noch langsam, aber offensichtlich fröhlich, auf 3 Beinen, selbst an der Leine. Und das nach so kurzer Zeit. Sie kommt wunderbar mit den anderen Hunden im Sicheren Hafen zurecht und wie Hunde so sind, sie zählen ohnehin nicht die Beine ihrer Freunde.
Wenn Sie Esthyl nun fragen, wie Lebensqualität aussieht, dann wird sie antworten: Lebensqualität ist frei von Schmerzen, Freiheit mit Gras anstelle von Beton unter den Füßen, Sicherheit, nie wieder ein Hundelager von innen zu sehen, ab und an ein Leckerchen und die Zuneigung von Menschen zu bekommen. Esthyl weiß noch nicht, dass man auch Zuneigung und Aufmerksamkeit eines eigenen Menschen haben kann. Der könnte sie in der neuen Situation auch viel besser fördern und all das vergessen machen, was sie erlebt hat. Wollen Sie dieser Mensch sein? Haben Sie ein ebenerdiges Zuhause? Spüren Sie mehr Liebe als Mitleid, denn an zweitem hat Esthyl kein Interesse. Sie will leben. Endlich! Richtig! Ja? Dann rufen Sie Esthyls Vermittlerin an.
Bitte besuchen Sie Esthyl auch auf unserer Homepage.
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