Name: Maine Geboren: ca. 27.01.2023 Rasse: Maremmano-Mischling Geschlecht: männlich Schulterhöhe: ca. 59 cm Gewicht: - Kastriert: ja Geimpft: ja Gechippt: ja Farbe: weiß Mittelmeercheck: folgt nach Einreise Krankheiten: keine bekannt Katzenverträglich: unbekannt Hundeverträglich: ja Kinder: unbekannt Handicap: nein Aufenthalt: L.I.D.A. Olbia, Sardinien
Zuhause: ja Pflegestelle: ja Paten: nein Geeignet für: erfahrene Hundehalter
Garten: ja Zweithund: kein Muss Hundeschule: ja
Jagdtrieb: unbekannt
Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt - so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
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Beschreibung: Maine – Zu viel Trubel, zu wenig Kontakt mit Menschen
Was ist mir passiert? Zu Ostern 2023 wurden fünf schneeweiße Welpen in unserem Partnertierheim L.I.D.A. auf Sardinien aufgenommen. Eine kleine, auffällige Gruppe: Zwei der Brüder – Maxwell und Marti – mit flauschigem Fell wie kleine Wolken, drei weitere kurzfellig, schlank und sportlich. Maine war von Anfang an besonders: der hochbeinigste, eleganteste unter ihnen. Für vier seiner Brüder hat sich das Blatt inzwischen gewendet. Sie durften nach Deutschland ausreisen – in Pflegestellen oder direkt in ihr Für-immer-Zuhause. Maine ist der Einzige, der zurückgeblieben ist. Während seine Geschwister angekommen sind, wartet er noch immer dort, wo alles begann.
Wo bin ich? Maine lebt weiterhin auf der großen Piazza der L.I.D.A. – einem Durchgangsbereich des Tierheims. Hier ist immer Bewegung: viele Hunde, viel Lärm, ständig wechselnde Reize. Mitarbeitende laufen vorbei, bringen Wäsche, Futter, reinigen Gehege. Ruhe gibt es kaum. Gleichzeitig hat sich auf der Piazza eine eigene Rudeldynamik entwickelt. Die Hunde orientieren sich stark aneinander. Fremde Menschen werden meist angebellt, Nähe entsteht selten. Diese Atmosphäre prägt – und sie verändert Hunde. Auch Maine. Je länger er dort ist, desto mehr passt er sich an: distanzierter, wachsamer, weniger offen gegenüber Menschen. Nicht aus Aggression, sondern aus Anpassung.
Wie bin ich? Maine ist ein eindrucksvoller Hund. Hochbeinig, schlank, athletisch gebaut, mit kurzem, weißem Fell und wachen, hellbraunen Augen. Seine Erscheinung ist elegant und kraftvoll zugleich. Schon als Welpe fiel er durch seine besondere Statur auf – sportlich, ausdauernd, präsent. Im Trubel der Piazza wirkt Maine heute eher zurückhaltend. Er ist aufmerksam, immer mitten im Geschehen, kommt dabei kaum zur Ruhe. Wirklich entspannt zeigt er sich dort nicht – dafür fehlt ihm ein stabiler Rahmen, eine feste Bezugsperson, ein Ort ohne Dauerstress. Menschen begegnet er mit Abstand. Nicht panisch, aber auch nicht offen. Man spürt: Dieser Hund ist dabei, sich immer weiter vom Menschen zu entfernen – einfach, weil ihm niemand zeigt, dass Nähe auch Sicherheit bedeuten kann. Wir vermuten bei Maine einen Jagdhund-Maremmano-Mischling. Seine hochbeinige, grazile Statur und seine Ausdauer sprechen für jagdliche Anteile, seine Präsenz und Selbstständigkeit für Maremmano-Gene. Eine spannende, aber anspruchsvolle Mischung – vor allem, wenn ein Hund wie Maine zu lange ohne individuelle Förderung im Tierheim bleibt.
Was suche ich? Für Maine suchen wir erfahrene, souveräne Menschen, die verstehen, wie sehr Umwelt und Umfeld einen Hund prägen – und wie wichtig es ist, jetzt gegenzusteuern. Er braucht einen Neuanfang außerhalb des Tierheims, bevor sich seine Distanz weiter verfestigt. Maine kennt bislang kaum etwas vom Leben außerhalb der L.I.D.A.. Autofahren, Alleinbleiben, Alltagssituationen, enge Mensch-Hund-Bindung – all das wird neu für ihn sein. Deshalb braucht er Menschen mit Geduld, klarer Führung und realistischer Erwartungshaltung. Keine schnellen Erfolge, sondern ruhiges, strukturiertes Ankommen. Gerade mit einem möglichen Maremmano-Anteil ist klare, verlässliche Führung entscheidend. Maine wird Verantwortung übernehmen wollen, wenn sie ihm niemand abnimmt – nicht aus Dominanz, sondern aus Unsicherheit und Instinkt. In den richtigen Händen jedoch kann er lernen, loszulassen und sich zu orientieren. Gesucht wird ein ruhiges Zuhause, idealerweise im Grünen oder am Stadtrand, gerne mit sicher eingezäuntem Garten. Menschen, die bereit sind, Zeit zu investieren, Beziehung aufzubauen und Maine Schritt für Schritt zu zeigen, dass das Leben mehr sein kann als Lärm, Gitter und Rudelstress.
Da er ein Maremmano-Mischling ist, sind uns bestimmte Voraussetzungen besonders wichtig:
- Möglichst freistehendes Haus mit großzügigem Gartengrundstück, sicher und hoch eingezäunt. - Klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind. - Hundeerfahrene Menschen - Menschen, die keine Befehlsempfänger suchen, sondern einen Hund, der sehr selbstständig denkt und handelt - Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Herdenschutzhund einzugehen - Er sollte als Familienhund gehalten werden und nicht auf dem Grundstück bleiben müssen - Tägliche Spaziergänge müssen auf der Tagesordnung stehen - Ländliche Umgebung
Maine ist der letzte seiner Brüder. Jetzt braucht auch er seine Chance – bevor das Tierheim ihn endgültig formt zu einem Hund, der nie erfahren durfte, wie sich echtes Ankommen anfühlt.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Maine kann nach Deutschland ausreisen.