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Name: Mansour

Rasse:Mischling
Geschlecht:Rüde
Alter: 01.08.2022
Farbe:rötlich schwarz
Schulterhöhe:59 cm
Kastriert/Sterilisiert:Ja
Impfungen:Ja
Krankheiten:keine bekannt
Patenschaft gesucht:Möchten Sie mein Pate werden?
Zuordnung: (Größe):Mischling-mittel
Lebensabschnitt:Erwachsen
    
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Beschreibung:

Mansour - einer unter 700 im Hundelageralltag

Update April 2026 - Drei Jahre später. Oder: Wie man auf Beton erwachsen wird.

Erinnert ihr euch noch an Mansour? Den süßen kleinen Kerl mit dem Welpenflausch, der in seinen Träumen schon am Bodensee stand? Er davon träumte im kühlen Bachwasser zu schauen, ob er schwimmen kann?

Vergesst diesen Text. Er ist drei Jahre alt. Er ist ein Relikt aus einer Zeit, als Mansour noch glaubte, dass das Leben ein Versprechen ist. Heute ist Mansour kein Welpe mehr. Der Flausch ist weg. Geblieben ist ein stattlicher, schwarzer Hund, der seine gesamte Jugend gegen das eintönige Grau eines Zwingers eingetauscht hat.

Die Realität ist ehrlich und sie tut weh: Mansour hat den Bodensee nie gesehen. Er hat nie in einem Bach geplanscht. Er hat nie gelernt, wie man „höflich“ nach Aufmerksamkeit fragt, denn im Lager gibt es keine Höflichkeit, nur das lautstarke Überleben. Wenn ein schwarzer Hund die „süße Phase“ hinter Gittern verpasst, unterschreibt er oft ein unsichtbares Urteil: Er wird zum „Langzeitinsassen“. Zum „Schattenhund“, der übersehen wird, weil er kein kleines Projekt mehr ist, sondern ein fertiger Hund, der Platz braucht. Mittlerweile wurde er verlegt. In ein Lager, das noch ein Stück trostloser ist.

Mansour ist heute das Spiegelbild seiner Einsamkeit. Ja, er hat Kummerspeck angesetzt. In 24 Stunden Einsamkeit ist Fressen die einzige Beschäftigung, die ihm geblieben ist – eine weiche Schutzschicht gegen die harte Langeweile. Und ja, er ist distanzlos. Er drängt sich auf, er will förmlich in den Menschen hineinkriechen, wenn sich die Gittertür einmal öffnet. Was manche „aufdringlich“ nennen, ist in Wahrheit ein unbändiger Hunger nach Berührung. Er weiß nicht mehr, wie man Liebe dosiert. Er will die Hand des Tierschützers einfach nur eine Sekunde länger festhalten, bevor sie wieder in der Freiheit verschwindet.

Die Ironie des Schicksals: Trotz der Jahre auf Beton ist er souverän und unerschütterlich freundlich geblieben. Er lässt alles mit sich machen, jede Untersuchung, jede Berührung genießt er wie ein kostbares Geschenk. Er ist gesellig, er ist klug und er hat sich selbst noch nicht aufgegeben. Er zieht an der Leine, ja, er stürmt nach vorne. Nicht aus Ungehorsam, sondern weil er weg will. Weg von „hier“, weg von „jetzt“. Er will endlich dorthin, wo dieser mysteriöse „Wald“ ist, von dem er als Welpe geträumt hat. Er ist viel Hund, auch ja – aber er hat auch unendlich viel Liebe nachzuholen.

Mansour ist die unbequeme Wahrheit des Tierschutzes: Ein Hund, der alles richtig macht und trotzdem seit Jahren verliert. Wir suchen nicht irgendwen. Wir suchen den Menschen, der hinter das schwarze Fell und den Kummerspeck blickt und den „großen Jungen“ sieht, der bereit ist, sein Herz zu verschenken. Jemanden, der mit ihm gemeinsam die erste Spur im weichen Moos hinterlässt und ihm sagt: „Ganz ruhig, Mansour. Wir haben jetzt alle Zeit der Welt.

Mansour ist fertig mit dem Warten. Er ist bereit, sein Herz zu verschenken. Er braucht nur noch die Adresse, wo er es abliefern darf. Damit Mansour sein Herz nicht nur bereithält, sondern endlich zustellen kann, braucht er jetzt dein Signal. Seine Vermittlerin sitzt quasi schon am Telefon und freut sich riesig auf deinen Anruf.


…und dabei bin ich noch ein Jungchen, erst im August werde ich ein Jahr alt! Gell, man sieht mir meinen Welpenflausch noch an. Aber ich wachse fleißig und bin schon fast ein stattlicher Hundemann!

Leider muss ich klagen, dass diese riesige Tierunterbringung - das netteste Wort, das mir dafür einfällt - nicht gerade der ideale Ort zum Aufwachsen, Lernen und Spielen für einen Welpen ist. Ich kam schon mit viereinhalb Monaten hierher. Ich will nicht mäkelig sein, doch auch das Futter könnte nahrhafter und netter angerichtet werden. Apropos Vespern: da kenn ich nichts und lass mir nicht die Butter vom Brot nehmen, d.h. ich bin futterneidisch. Deshalb bewahren sie mich in einer Einzelbox auf, damit es keine Händel am Napf gibt. Nun ist ja nicht den ganzen Tag über Fütterungszeit, d.h. ich bin in der restlichen Zeit mutterseelenallein in meinem Betongefängnis. Kein Spielzeug, einfach gar nichts, was einen Burschen wie mich etwas in Begeisterung versetzen könnte. Und das Gebell um mich herum ist auch nicht wirklich aufmunternd. Es zeigt mir nur, dass noch soo viel mehr arme Teufel hier raus wollen.

Wenn Ihr gern einen hübschen, süßen, lebhaften und pfiffigen Junghund bei Euch aufnehmen wollt, braucht Ihr gar nicht mehr weitersuchen. Hier bin ich! Mansour mein Name, und mein Frühlingswunsch ist, dass ich die Sonnen-Jahreszeit bei Euch und in Freiheit verbringen darf. Einmal nur in den Wald! Einmal im Bächlein plantschen oder schauen, ob ich schwimmen kann. Einmal mit weiten Sprüngen über die Feldwege! Grünes weiches Gras unter meinen Pfoten stelle ich mir ganz toll vor! Es soll sogar Strände geben und wer weiß, vielleicht lebt meine Lieblingsfamilie gar auf einer Insel oder am Bodensee?

Lasst Euch bitte von meinem "Futterneid" nicht abhalten, mir ein herzliches Zuhause zu schenken. Weil ich nicht mehr weiß, ob sie mich vagabundierend aufgelesen haben, kann es ganz gut sein, dass ich großen Hunger hatte und Essen bis jetzt einfach nur Überleben bedeutet, aber wenn ich merke, dass ich jeden Tag etwas Gescheites bekomme, kann ich mich entspannen. Oder angenommen, ich wäre Euer einziger Hund - dann gibt es keine Fletscherzähne. Ist aber langweiliger als mit einem netten Kumpel, der mir die einen oder anderen Dinge des Zusammenlebens ganz nebenbei vorleben könnte. Ich lerne schnell. Allgemein bin ich mit anderen Hunden nett verträglich und ein guter Kumpel.

Das Leinelaufen klappt auch schon ganz gut und würde mit Übung immer besser. Mit Euch Menschen verstehe und vertrage ich mich supi, bin einfach ein lieber Kerl mit zurzeit noch viel jugendlichem Übermut, der nicht recht weiß, wo er hin zappeln soll, wenn tatsächlich mal ein Tierschützer zum Fotografieren kommt und ich kurz aus dem Käfig darf. Aber wenn ich erst jeden Tag Gelegenheit habe, mich draußen zu bewegen und Euch beim Joggen zu begleiten und zu beschützen, dann macht das sogar Sinn! Freut Ihr Euch mit mir auf die Hundeschule?

Aber vorher bitte noch für mich anrufen und mit meiner Vermittlerin alles klar machen.

Wackel-wackel-wackel mit dem Schwanz, Euer Mansour


Bitte besuchen Sie Mansour auch auf unserer Homepage.

https://www.pro-canalba.eu/unsere-hunde/hundebeschreibung/?hund=Mansour_7306  




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weitere Informationen zu Mansour:

Datum: Fr, 05.06.26, 15:53 - Besucher:
Schutzgebühr: 390,-€ + 125,-€ Transportkostenbeteiligung
Vermittlungsbereich: Deutschland + Österreich + Schweiz - Aufenthaltsort: Italien,AR - (Vereins)-Sitz: 32278 Kirchlengern

 

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