Andres hat eine große Leidesgeschichte hinter sich. Als er gerettet wurde, zeigte er ein auffälliges Verhalten. Eine gründliche tierärztliche Untersuchung brachte schließlich die Ursache ans Licht: Der arme Kerl hatte starke Schmerzen, unter anderem, weil er einen Nagel verschluckt hatte. Nach der Behandlung hat sich sein Wesen schlagartig verändert. Anschließend durfte er mit einer Verhaltenstherapeutin arbeiten und hat sich zu einem ganz tollen, liebevollen Begleiter entwickelt. Trotz all dieser positiven Entwicklung interessiert sich leider niemand für ihn. Das macht uns sehr traurig, denn er hätte so sehr ein eigenes Zuhause verdient.
So bin ich:
Andres liebt Menschen über alles. Er genießt Nähe, Aufmerksamkeit und den engen Kontakt zu seinen Bezugspersonen. Besonders Frauen erobern sein Herz oft im Sturm. Wer sein Vertrauen gewinnt, bekommt einen treuen Begleiter an die Seite, der sehr menschenbezogen ist und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genießt. Andres ist freundlich und verschmust gegenüber Menschen, er ist stubenrein und sauber im Haus und fährt entspannt im Auto mit. Er läuft wunderbar an der Leine, liebt Wasser und badet gerne. Andres kann gut allein bleiben (meldet sich gelegentlich bei ungewöhnlichen Geräuschen), ist sicher und gelassen in der Stadt, auch bei Verkehr und Menschenmengen. Große Kinder kennt er und geht respektvoll mit ihnen um. Katzen oder andere Kleintiere sollten nicht mit im Haushalt leben. Andres lebt derzeit in einem Rudel Hunde in Spanien, zeigt jedoch zunehmend Schwierigkeiten im Zusammenleben mit anderen Hunden, insbesondere mit Rüden. Aktuell kann er nicht dauerhaft in die Hundegruppe integriert werden, da es gegenüber einzelnen Rüden zu Angriffen kommt. Darüber hinaus zeigt Andres Ressourcenverteidigung, beispielsweise in Bezug auf Futter, Wasser oder vertraute Bezugspersonen. Daher benötigt er Menschen, die ihm klare Strukturen und ein zuverlässiges Management bieten können. Ob sich sein Verhalten in einer anderen Umgebung positiv verändert, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir jedoch davon aus, dass Andres nicht sofort problemlos in einer gemischten Hundegruppe leben kann. Dies benötigt Eingewöhnung.
So möchte ich leben:
Wir wünschen uns für Andres möglichst bald ein Zuhause oder eine erfahrene Pflegestelle bei Menschen, die Erfahrung mit großen Hunden haben, seine Bedürfnisse verstehen und klare Grenzen setzen können, die bereit sind, weiterhin an seinem Sozialverhalten zu arbeiten. Zudem sollte sein neues Zuhause über einen sicher eingezäunten Garten verfügen. Andres sollte als Einzelhund oder gemeinsam mit einer souveränen, ruhigen Hündin gehalten werden.
Trotz seiner aktuellen Herausforderungen ist Andres kein hoffnungsloser Fall. Im Gegenteil. Er ist ein Hund mit Potenzial, Charakter und einem großen Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Er verdient Menschen, die ihn nicht aufgrund seiner Schwierigkeiten aufgeben, sondern ihm die faire Chance geben, die er so dringend braucht.
Andres ist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt, negativ auf die Mittelmeerkrankheiten getestet und hat einen EU-Ausweis.