Beschreibung: Sorina - ein Brief an sieben kleine Herzen
Update Oktober 2026 – Post von Deiner kleinen großen Sorina
'Liebe Schreiberin meines ersten Vorstellungstextes, Du hast mir damals geschrieben, dass mein Leben eigentlich gerade erst beginnen sollte. Von Wiesen hast Du erzählt, von Blätterhaufen und kleinen Abenteuern. Ich weiß noch nicht so genau, wie das alles aussieht. Aber es klang nach ziemlich viel Platz für eine kleine Hündin.
Wobei … klein ist inzwischen etwas übertrieben. Ich bin jetzt 53 Zentimeter groß! In sieben Monaten bekommt man offenbar eine ganze Menge Hund zusammen. Meine Beine sind länger geworden, und neugierig bin ich auch. Nur die Gitter sind noch dieselben.
Du hattest Dir gewünscht, dass ich in einem Zuhause groß werden darf. Das hat leider noch nicht geklappt. Ich bin hier gewachsen, während draußen die Zeit für all die Dinge vergangen ist, die ein Hundekind kennenlernen sollte. Meine Kindheit lässt sich nicht für später aufheben. Auch dann nicht, wenn ich mir weiterhin Mühe gebe, etwas Schönes aus meinen Tagen zu machen.
Aber ich habe Dir auch gute Nachrichten zu erzählen. Wenn Menschen kommen, zeige ich mich gesellig und selbstsicher. Ich bin neugierig und lebhaft – schließlich könnte so ein Besuch ja etwas Interessantes mitbringen. Und damit meine ich nicht nur Leckerchen. Menschen selbst finde ich auch spannend.
Meine Box teile ich mit Rüden und Hündinnen. Katzen habe ich ebenfalls kennengelernt, und das war in Ordnung. Falls in meinem zukünftigen Zuhause eine wohnt, müssten wir uns natürlich trotzdem erst einmal in Ruhe miteinander bekannt machen. Man zieht ja nicht einfach ein und erklärt ungefragt sämtliche Lieblingsplätze zum Gemeinschaftseigentum.
Mit der Leine habe ich inzwischen auch Bekanntschaft geschlossen. Ich lasse sie mir gefallen und laufe sogar schon ein bisschen daran. Für große Wanderpläne reicht mein Lebenslauf also noch nicht. Aber für einen Anfang schon. Vielleicht könntest Du das den Menschen sagen?
Und sag ihnen bitte auch, dass meine langen Beine nicht bedeuten, dass ich schon alles kann. Ich kenne bisher vor allem das Lager. Ein Zuhause und der Alltag draußen wären neu für mich. Da brauche ich jemanden, der mir Zeit lässt, mich freundlich begleitet und auch kleine Fortschritte bemerkt.
Du hast mir versprochen, weiter nach meinen Menschen zu suchen. Danke, dass Du mich nicht vergessen hast. Vielleicht liest gerade jemand meine Antwort und denkt: „Mit dieser jungen Hündin möchte ich die Welt entdecken.“ Dann soll dieser Mensch bitte meine Vermittlerin anrufen. Die Wiesen und Blätterhaufen würde ich nämlich wirklich gern einmal selbst überprüfen. Deine kleine große Sorina
Liebe kleine Sorina,
eigentlich sollte dein Leben gerade erst beginnen. Du solltest über Wiesen kugeln, dich in Blätterhaufen verstecken, Schmetterlingen hinterherjagen und jeden Tag ein kleines bisschen mehr von dieser großen Welt kennenlernen. Stattdessen bist du nun an einem Ort gelandet, den kein Hundekind kennenlernen sollte.
Niemand weiß, wo du zur Welt gekommen oder warum du schließlich im Hundelager gelandet bist. Gerade einmal drei Monate alt warst du, als du plötzlich ohne deine Mama zurechtkommen musstest. Und obwohl du das noch gar nicht verstehen kannst, bist du nun ohne ihren Schutz … allein deine sechs Geschwister geben dir noch etwas Halt … wie du ihnen.
Dabei hast du nichts falsch gemacht. Niemand, auch kein süßer kleiner Welpe sucht sich so einen Start ins Leben aus.
Zwischen den lauten Geräuschen, den fremden Gerüchen und all den unbekannten Hunden versuchst du trotzdem, einfach Welpe zu sein. Mal spielst du mit deinen Geschwistern, mal suchst du dir lieber ein ruhiges Plätzchen und beobachtest alles mit deinen wachen Augen. Du bist eine sanfte, eher vorsichtige kleine Hündin, die einfach ein bisschen Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen.
Eines Tages kamen dann Menschen, die sich zu dir gesetzt, dich freundlich angesprochen und dir gezeigt haben, dass nicht alle Zweibeiner gleich sind. Vielleicht warst du im ersten Moment noch etwas vorsichtig. Vielleicht wolltest du aber auch sofort wissen, wer da zu Besuch ist. Ganz egal, du hast das richtig gut gemacht. Darum möchten wir alle so gerne, dass du das Lager bald hinter dir lassen kannst. Dass du ein Zuhause findest, in dem du endlich unbeschwert groß werden kannst. Menschen, die dir geduldig zeigen, wie schön das Leben sein kann. Ein weiches Körbchen und einen Alltag voller kleiner Abenteuer, die jedes Hundekind erleben sollte.
Du hast noch dein ganzes Leben vor dir. Und ich wünsche mir von Herzen, dass dieses Leben nicht von Gittern geprägt wird, sondern von Liebe und Geborgenheit.
Bis dahin verspreche ich dir eines: Wir werden nicht aufhören, nach den Menschen zu suchen, die genau auf dich gewartet haben. - Deine Reise hat viel zu schwer begonnen. Jetzt ist es Zeit, dass sie ein glückliches Ende findet.
Und grüß mir deine beiden Schwestern Sorea und Sabryna und deine vier Brüder Sylenor, Sigurd, Sorenik und Skadi.
Bitte besuchen Sie Sorina auch auf unserer Homepage.
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