Beschreibung: Gumpert - Tierquälerei hat viele Gesichter....
Egal ob in einem Canile in Italien oder einem Tierheim irgendwo, grundsätzlich sind alle hilflos eingesperrten und von sozialer Interaktion mit Menschen ausgeschlossenen Hunde Notfälle. Denn die allermeisten Fellnasen schätzen die Gesellschaft von Menschen, genießen es, eine Bezugsperson zu haben. Nicht, dass sie nicht gerne unter ihresgleichen wären, aber so ein verlässlicher Lieblingsmensch an seiner Seite ist eben was ganz Feines.
Gumpert, ein fast acht Jahre alter Rüde, ist da keine Ausnahme. Er sucht dringend einen besten Freund fürs Leben, oder für den Rest Leben, der ihm noch bleibt. Seit 5 Jahren, seit Juni 2021, wird er mutterseelenalleine in einem wenige Quadratmeter kleinen Betonzwinger verwahrt, ohne sein Verlies jemals verlassen zu haben. Nochmals zum Mitschreiben: Ein großer, freundlicher Rüde vegetiert seit fast ZWEITAUSEND TAGEN UND NÄCHTEN (1’975, um genau zu sein, Stand Ende Oktober 2026), alleine in seinem Kerker. Tierquälerei hat viele Gesichter, und das ist eines von ihnen.
Im Oktober 2026 hat die Leitung dieses schrecklichen Hundegefängnisses den mit uns befreundeten Tierschützern endlich erlaubt, Gumpert zu besuchen. Wie so oft in solchen und ähnlichen Fällen wurden die Tierschützer auch dieses Mal überrascht. Denn das Vertrauen in die Menschen, der Glaube an ein besseres Leben scheint diesen wunderbaren Hund noch nicht verlassen zu haben. Gumpert sei schlicht ein total lieber, geselliger, selbstbewusster Rüde, haben uns unsere Freunde berichtet. Er habe sich die Leine umlegen lassen, ohne mit der Wimper zu zucken und sei ihnen problemlos auf die angrenzende Wiese gefolgt. Dort angekommen habe die plötzliche Raumerweiterung, das Fehlen von Wänden und Gitterstäben Gumpert in den ersten Minuten etwas verwirrt und orientierungslos gemacht. Aber er habe sich sofort am Menschen am anderen Ende der Leine orientiert und sich nach und nach über den kurzen Tapetenwechsel gefreut. Gumpert habe geschnüffelt, hier und da markiert und immer wieder geschaut, ob sein Begleiter noch da sei.
Ja, unser wunderbarer Gumpert ist ein deutscher Schäferhund, vermutlich ein Mischling mit einem hohen Anteil an Schäferhund-Genen. Das würde erklären, dass er auf die Tierschützer einen sehr gelehrigen Eindruck machte. Deutsche Schäferhunde sind aber nicht nur intelligent, wissbegierig und lernfreudig, sondern auch sehr menschenbezogen. Sie wurden gezüchtet, um mit den Menschen zusammen zu arbeiten und zeigen deutlich, dass sie ihrem Menschen gefallen wollen. Auch hier können wir bei Gumpert ein Häkchen setzen.
Unser allerbester Gumpert braucht dringend Hilfe. Mit Nachdruck suchen wir so schnell als möglich diesen einen Menschen, der sich seiner annimmt, ihm die Würde eines schönen, großen Rüden zurückgeben kann. Jemanden mit Hundeerfahrung, vielleicht sogar einen Liebhaber oder eine Liebhaberin von Deutschen Schäferhunden - einen Menschen, der weiß, was ein Hund wie Gumpert braucht. Der ihm aber auch alle Zeit der Welt gibt, sich in einer für ihn komplett neuen Situation (einem Zuhause) zurecht zu finden, Muskeln aufzubauen, sich an geregelte Tagesabläufe zu gewöhnen, stubenrein zu werden. Der willens und in der Lage ist, die anfangs kurzen Spaziergänge Schritt für Schritt auszudehnen, Gumpert so viel schnüffeln zu lassen, wie er möchte. Unser hübscher Großer hat so viel nachzuholen…
Falls Sie sich angesprochen fühlen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, eher ländlich wohnen, bestenfalls sogar in einem Haus mit hundesicher eingezäuntem Garten, dann melden Sie sich doch bitte bei Gumperts Vermittlerin. Wir drücken ihm (und Ihnen!) alle Daumen und Pfoten, dass es klappt und Gumpert mit einem der nächsten Transporte endlich nach Hause reisen darf. Unser Dank ist Ihnen sicher.
Bitte besuchen Sie Gumpert auch auf unserer Homepage.