Beschreibung: Pisolo - und warum Tierschutz nicht mit einer Adoption endet.
Wir sind ständig bemüht, transparent zu zeigen, welche Themen mit dem Tierschutz einhergehen. Auch die nicht so einfachen Fälle, die uns sehr beschäftigen, möchten wir realistisch darstellen.
Pisolo ist einer dieser Fälle, der uns auf Trab hält und zeigt, dass Tierschutz und unsere damit verbundene Verantwortung nicht einfach mit einer Adoption endet; und dass ein Happy End für ein Tier manchmal doch noch ein paar Schritte weiter entfernt ist als ursprünglich gehofft. Pisolo ist ein Adoptionsrückläufer, der, wie sich gezeigt hat, Themen mitbringt, für die wir ganz spezielle Adoptanten suchen.
Manche haben verfolgt wie Pisolo’s Weg bisher verlaufen ist:
Der jetzt ca. 8jährige Mischling kam vor einigen Jahren aus Italien zu einer Familie nach Deutschland. Von seiner Adoptionsfamilie wurde der Rüde nach ein paar Jahren schweren Herzens zurück in die Obhut des Vereins gegeben, da es offensichtlich große Baustellen gab, der sich die Familie nicht gewachsen fühlte. Auch diese Rückgabe ermutigt uns, denn Tier und Mensch verdienen Lebensqualität anstatt gebrochenen Herzens und mit wachsender Frustration aneinander zu scheitern!
In einer Trainingspension wurde der Rüde dann gründlich durchgecheckt und trainiert. Es wurde deutlich, dass viele von Pisolo’s angstbedingten Beschwichtigungssignalen jahrelang übersehen wurden, sodass er sich in manchen Situationen schlimmstenfalls nicht anders zu helfen wusste, als seine Zähne einzusetzen.
Und dann ist da noch Pisolo’s größtes Thema:
Der Mischling sucht sich, egal in welchem Umfeld er lebt, eine Bezugsperson aus. Diese Person ist dann sein absolutes Ein und Alles. Das bedeutet aber leider auch, dass er das auserwählte Familienmitglied sehr schnell als seine Ressource ansieht und sie auch verteidigt. Verlustängste und Kontrollverhalten werden an den Tag gelegt. Ein bisschen wie ein krankhaft eifersüchtiger und besitzergreifender Partner. Pisolo möchte nicht, dass seine Bezugsperson neben ihm noch andere Prioritäten hat. Daher kann für den Mischling auch schon mal der Maulkorb zum Einsatz kommen.
Zukünftige Adoptanten müssen nicht nur Hundeerfahrung mitbringen, sondern sich darüber im Klaren sein, dass der kleine Italiener einen Favoriten haben wird und dass er versuchen wird diesen Menschen für sich zu beanspruchen.
Das ist verständlicherweise nicht jedermanns Sache, aber für einen nachhaltigen Adoptionserfolg unabdingbar.
Ideal wäre eigentlich eine alleinstehende Person, die schon mit schwierigen Hunden zu tun hatte.
Derzeit lebt Pisolo auf einer Pflegestelle, wo er nicht so wahnsinnig gut mit anderen Hunden auskommt. Auch hier zeichnet sich ab, dass er seine Pflegehalterin gerne für sich alleine hätte. Wir sehen ihn daher als Einzelhund in seinem zukünftigen, idealerweise ländlichen Zuhause, wo er auch hundegerecht gefordert wird, mit körperlicher und geistiger Auslastung. Denn Pisolo ist durchaus sportlich und aktiv.
Wir wissen, dass es sich bei idealen Haltern um eine Nadel im Heuhaufen handelt, aber niemandem ist geholfen, wenn es erneut zu einer Enttäuschung für Mensch und Tier kommt.
Wir wünschen dem Rüden jedenfalls, dass er findet, was er braucht, um glücklich zu werden.
nichts
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