Name: Clara Geboren: ca. 24.09.2021 Rasse: Segugio Mischling Geschlecht: weiblich Schulterhöhe: ca. 52 cm Gewicht: - Kastriert: ja Geimpft: ja Gechippt: ja Farbe: weiß-grau-braun gestromt Mittelmeerkrankheiten: folgt nach Einreise Krankheiten: keine bekannt Katzenverträglich: unbekannt Hundeverträglich: ja Kinder: unbekannt Handicap: nein Aufenthalt: Canile Comunale Tortolì, Sardinien
Zuhause: ja Pflegestelle: ja Paten: nein Geeignet für: erfahrene Hundehalter
Garten: ja Zweithund: ja Hundeschule: ja
Jagdtrieb: unbekannt
Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt - so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
weitere Bilder:
Video:
Beschreibung: Clara – Wenn Vertrauen erst wachsen muss
Was ist mir passiert? Was Clara erlebt hat, bevor sie ins Tierheim kam, weiß niemand. Erzählen kann sie es uns leider nicht. Vermutlich ähnelt ihr Schicksal jedoch dem vieler anderer Welpen auf Sardinien – unerwünscht geboren, vielleicht ausgesetzt oder irgendwo auf der Straße gefunden.
Wo bin ich? Mit gerade einmal zwei Monaten kam Clara ins Canile Comunale Tortolì. Dort ist sie zumindest in Sicherheit und bekommt regelmäßig Futter – doch viel mehr gibt es dort nicht.
Das Leben im Tierheim ist sehr einsam. Clara kennt nur ihr Gehege und den kleinen Auslauf, den sie kurz sieht, wenn der Zwinger gereinigt wird. Keine Decken, keine Spielsachen, keine streichelnden Hände, keine freundliche Stimme, die ihren Namen ruft. 24 Stunden am Tag ist alles grau und trostlos. Besucher kommen nur selten.
Wie bin ich? Clara ist eine sehr vorsichtige und sensible Hündin. Und ja – sie ist ängstlich. Nicht, weil sie böse ist oder keinen Kontakt möchte, sondern weil sie nie lernen durfte, dass Menschen auch etwas Gutes bedeuten können.
Bei unserem Besuch im April 2026 zeigte sich jedoch eine kleine, vorsichtige Veränderung: Clara ließ sich im Zwinger streicheln, ohne komplett zu erstarren. Die Berührungen waren ihr noch immer ungewohnt, und man merkte deutlich, dass sie unsicher war – doch gleichzeitig entstand der Eindruck, dass ihr die Nähe vielleicht gar nicht mehr nur unangenehm war. Ein kleiner, leiser Schritt in die richtige Richtung.
Ihr Gehege teilt sie sich mit Camilla, die ebenfalls sehr unsicher ist. Auch wenn es beiden guttut, nicht allein zu sein, machen sie sich gegenseitig nicht mutiger. Sie verstehen sich, bestärken sich jedoch eher in ihrer Vorsicht. Umso wichtiger wäre es, dass Clara diesen Ort bald verlassen darf – bevor ihre Angst irgendwann alles überschattet.
Was suche ich? Für Clara suchen wir Menschen, die nichts von ihr verlangen, sondern sie so annehmen, wie sie ist – anfangs vielleicht eher ein Schatten, der sich versteckt, aber mit der Hoffnung, irgendwann Vertrauen zu fassen.
Ihre Familie sollte bereits Erfahrung mit unsicheren Hunden haben – mit Hunden, die nicht schwanzwedelnd auf Fremde zulaufen, sondern vorsichtig und leise ihre Schritte machen. Gesucht wird jemand, der Clara ruhig und souverän begleitet, ihr zeigt, wie sich ein echtes Zuhause anfühlt. Dabei braucht Clara nicht nur Geduld, sondern auch die Unterstützung ihrer Menschen, damit sie sich Schritt für Schritt weiterentwickeln und lernen kann, dass das Leben außerhalb des Tierheims sicher und schön ist.
Ein souveräner, ruhiger Ersthund wäre für Clara sehr wichtig. Er könnte ihr Halt geben und ihr helfen, das neue Leben besser zu verstehen. Ideal wäre außerdem ein Haus oder eine Wohnung in ländlicher Umgebung mit sicher eingezäuntem Garten, damit sie langsam Vertrauen aufbauen kann.
Sollten tatsächlich Segugio-Gene in Clara stecken, könnte in ihr auch eine feine Spürnase schlummern. Mit der Zeit hätte sie vielleicht Freude an Nasenarbeit oder Dummyspielen. Sie würde vermutlich gern ihre Umgebung erkunden und ihre Fähigkeiten entdecken – vielleicht sogar beim Mantrailing oder Suchspielen. Aber erst dann, wenn sie bereit dafür ist und ihre Menschen sie geduldig auf diesem Weg begleiten.
Wenn du Clara die Chance geben möchtest, endlich anzukommen und in ihrem eigenen Tempo Vertrauen ins Leben zu finden, dann melde dich bei uns.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Clara kann nach Deutschland ausreisen.