Beschreibung: Numa - angekommen ist sie noch nicht. Bereit dafür schon.
Update Juni 2026 - Numa entwickelt sich ganz wunderbar. Aus der vorsichtigen Hündin, die erst einmal beobachten wollte, ist eine neugierige und aufgeschlossene Hundedame geworden, die neuen Menschen freundlich begegnet.
Sie kommt von sich aus näher, schaut interessiert, was man gerade macht, und nimmt Kontakt auf ihre ganz eigene charmante Art auf. Streicheleinheiten und ausgiebiges Kraulen genießt sie inzwischen sehr. Dabei drängt sie sich nicht auf, sondern zeigt eine angenehme Mischung aus Nähe und Eigenständigkeit. Nach einer Kuschelrunde zieht sie gerne wieder los, um ihrer nächsten spannenden Spur nachzugehen oder die Umgebung zu erkunden.
Auch mit anderen Hunden zeigt sich Numa absolut unkompliziert. Egal ob Rüde oder Hündin: sie versteht sich mit allen gut.
Besonders schön ist, dass man ihr immer häufiger ansieht, wie sehr sie beginnt, das Leben zu genießen. Sie wirkt entspannter, offener und einfach angekommen in dem sicheren Umfeld, das ihr momentan zur Verfügung steht. Doch so wertvoll diese Zwischenstation auch ist, sie ersetzt kein eigenes Zuhause.
Für Numa wünschen wir uns Menschen, die ihre sanfte Art zu schätzen wissen. Menschen, die ihr weiterhin die Zeit geben, Neues kennenzulernen, und die ihr zeigen, dass sie sich nie wieder Sorgen machen muss. Denn Numa hat alles, was es für eine wunderbare Begleiterin braucht. Jetzt fehlen nur noch die Menschen, mit denen sie ihr Leben teilen darf.
Numa - Gesucht: warmes Plätzchen, um aufzutauen
Für einmal wissen wir in etwa, wie das Leben der bildhübschen, schneeweißen Hündin Numa bis vor kurzem ausgesehen hat. Sie gehörte ursprünglich einem Schäfer, der gemerkt hat, dass Numa fürs Schafe hüten nicht taugt. Statt für die Hündin einen anderen Platz zu suchen, hat er sie einfach vor die Türe gesetzt und somit ihren Tod billigend in Kauf genommen. Denn Numa hatte nicht nur 10 Welpen (zehn!), um die sie sich kümmern musste, sondern bewegte sich auf der Suche nach etwas Essbarem immer weiter weg von den Feldern Richtung stark befahrene Hauptstraße.
Glücklicherweise wurde ein italienischer Tierschutzverein über diese Geschichte informiert, und es dauerte nicht lange, bis Volontäre ausrückten und sowohl Numa als auch ihre Babies einsammelten. Aus Platzgründen musste die Hundefamilie getrennt werden, die 10 Hundekinder fanden Unterschlupf bei der Tierschutzorganisation, und Numa kam ins Waldtierheim von Luciana, einer mit uns befreundeten Tierschützerin. Das war Ende September 2025.
Bei Luciana darf Numa erstmal etwas durchatmen, gutes Futter fressen, einen sicheren Schlafplatz haben und ganz viele neue Hundefreunde kennenlernen. Offenbar hat sie nicht nur die Trennung von ihren Babies und der Umzug weg von der Straße etwas mitgenommen. Grundsätzlich ist ihr der Umgang mit Menschen noch etwas suspekt, zumindest zu Beginn. Fremden Menschen gegenüber braucht Numa etwas Zeit, aber von Luciana, die sie jeden Tag sieht, lässt sie sich schon problemlos streicheln. Numa ist keine Angsthündin, sie scheint nicht traumatisiert, zeigt Null Aggression, es sind auch keine Spuren von Misshandlung oder Kämpfen mit anderen Hunden an ihrem Körper sichtbar. Vermutlich hatte sie schon mehrmals Welpen, allerdings ist sie in der Zwischenzeit kastriert worden.
Luciana gegenüber zeigt sich Numa nach ein paar Wochen in ihrem Refugium neugierig, vorsichtig offen für Neues, lieb und freundlich. Sie ist auf einem guten Weg und wird ihr wahres Potential bestimmt komplett ausschöpfen können, wenn sie sich (hoffentlich schon bald) bei einer dieser weltbesten Familien einnisten und Tag für Tag Vertrauen aufbauen darf.
Diese weltbeste Familie, die wir für Numa suchen, sollte wissen, dass wir unter Numas Vorfahren den ein oder anderen Maremmano (-mischling) vermuten. Schön wäre daher, wenn sie sich schon ein wenig mit Herdenschutzhunden auskennen sowie Verständnis für Numas (anfängliche) Zurückhaltung haben und immer im Hinterkopf behalten, woher Numa kommt und was sie unter Umständen in der Vergangenheit erlebt hat. Sie sollte geduldig sein mit einer Hündin, die weder Leine noch Brustgeschirr noch Kommandos kennt, die vermutlich noch nie ein Haus von innen gesehen hat, für die Treppen steigen und Autofahrten neu sind, die noch nie die Geräusche zum Beispiel eines Staubsaugers oder Föhns oder das Klappern von Geschirr gehört hat, erst bei Luciana erfahren durfte, dass a) Streicheleinheiten ganz angenehm sein können und b) dass es sich auf weichen Decken ziemlich angenehm liegt. «Geduldig sein» bedeutet, Zeit zu haben und Zeit zu geben. Numa wird Zeit brauchen, vielleicht viel, vielleicht auch nicht. Zeit, um aus dem Schneckenhaus ihrer Vergangenheit zu kriechen, Zeit, um Vertrauen aufbauen zu können, Zeit, um zu verstehen, dass sie angekommen ist. Zuhause, bei Menschen, die sie lieben und respektieren und sie nie mehr im Stich lassen werden.
Falls Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, Numa dieses Zuhause geben möchten, so kontaktieren Sie doch schnellstmöglich Numas Vermittlerin. Wir freuen uns sehr auf Sie!
PS: Für den Fall, dass Herdenschutzhunde Ihnen noch nicht so vertraut sind, schauen Sie doch bitte mal auf unsere Ausführungen: https://www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde/
Bitte besuchen Sie Numa auch auf unserer Homepage.
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