Beschreibung: Leone - Wie oft kann er noch von vorne anfangen?
August 2026: Für Leone sollte mit seinem ersten eigenen Zuhause endlich die schönste Zeit seines Lebens beginnen – doch nun muss er diesen Platz wieder verlassen und steht in A-6142 Mieders vor einem neuen Anfang. Umso mehr hoffen wir, dass er jetzt Menschen findet, die ihn verstehen, ihm Sicherheit geben und ihn nicht aufgeben.
Unser Leone wurde im Mai 2025 irgendwo in Italien geboren, vermutlich nicht weit von einer Schnellstraße entfernt. Zusammen mit seinen Geschwistern wurde er dort gefunden und kam zunächst in ein kleines Tierheim. Später durfte er auf eine Pflegestelle nach Österreich reisen und im November 2025 schließlich in sein eigenes Zuhause ziehen. Dort hätte eigentlich seine Geschichte vom Ankommen beginnen sollen, doch nun verliert Leone auch dieses Zuhause.
Und damit steht ein junger Hund vor seiner fünften Station in nicht einmal anderthalb Jahren.
Zunächst schien alles gut zu sein. Leone zeigte sich, wie auch zuvor auf seiner Pflegestelle, als ein junger, freundlicher Hund, der Kinder gerne mag. Doch nach dem Tod des vorhandenen Ersthundes veränderte sich vieles. Leone wurde zunehmend unsicher und zeigte immer deutlicher, dass er Schwierigkeiten damit hat, Reize und Situationen zu verarbeiten … und seine Familie kam mit dieser Situation schließlich nicht mehr zurecht.
Leone wurde sehr früh kastriert und zeitweise sogar medikamentös ruhiggestellt, damit er zur Ruhe kam. Eine Hundetrainerin wurde hinzugezogen und hat ihn inzwischen ausführlich beurteilt.
Ihre Einschätzung beschreibt einen Hund, der sich mit anderen Hunden grundsätzlich freundlich und sozial verhält. Ruhige Hunde tun ihm sogar ausgesprochen gut und helfen ihm dabei, zur Ruhe zu kommen. Möglicherweise hat der verstorbene Ersthund auch genau das getan.
Was wir nun sehen, ist vielleicht am besten als schnelle Überforderung durch Umweltreize zu beschreiben: Geräusche wie Schüsse oder Motorräder können bei Leone massive Angst auslösen. Dann zittert und hechelt er und ist nicht mehr gut ansprechbar. Auch ansonsten nimmt Leone seine Umwelt sehr intensiv wahr.Zum Beispiel zeigt er bei schnellen, für ihn nicht vorhersehbaren, Bewegungen anderer Menschen oder Hunde ähnliche Reaktionen - insbesondere im Umgang mit den Kindern der Familie.
Leone braucht Menschen, die verstehen, dass ein junger Hund nicht automatisch weiß, wie er mit all den Bewegungen, Geräuschen und Situationen eines Familienlebens umgehen soll. Er braucht Anleitung, Grenzen, Ruhe und jemanden, der frühzeitig erkennt, wann ihm etwas zu viel wird. Ob Leone das in seinem bisherigen Zuhause ausreichend lernen konnte, wissen wir nicht. Fest steht aber: Der kleine Kerl hat es nicht geschafft, damit allein zurechtzukommen.
Darum suchen wir jetzt Menschen, die ihm die Möglichkeit geben können, das nachzuholen.
Denn Leone kann lernen. Er kann sich an Abläufe und neue Umgebungen gewöhnen und zeigt dann deutlich ruhigere Verhaltensweisen. In stabileren Phasen konnte er bereits 45 Minuten alleine bleiben. Mit ruhigen Hunden fällt ihm vieles leichter.
Sein zukünftiges Zuhause sollte deshalb ruhig und strukturiert sein. Wir suchen Menschen mit Zeit, Geduld und einem guten Gespür für Hunde, die bereit sind, Leone zunächst aktiv dabei zu unterstützen, zur Ruhe zu kommen und Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit zu entwickeln.
Kinder sollte es in seinem neuen Zuhause nicht geben. Ein souveräner Hund könnte dagegen eine große Hilfe für ihn sein.
Wir wissen, dass Leone keine ganz einfache Vermittlung ist. Aber wir sehen einen jungen Hund, der keineswegs aufgegeben hat, der freundlich ist, der andere Hunde mag und der durchaus lernen kann, mit seiner Umwelt besser zurechtzukommen.
Was ihm jetzt fehlt, sind Menschen, die nicht erwarten, dass er einfach funktioniert, sondern Menschen, die sich die Zeit nehmen, ihm zu zeigen, wie man sich in dieser großen Welt zurechtfindet.
Für Leone suchen wir deshalb entweder ein endgültiges Zuhause oder eine geeignete Pflegestelle. Beides wäre für ihn ein großer Schritt … und vielleicht die Chance, die er bisher noch nicht bekommen hat.
Zu Leone's Vorgeschichte: „Hallo liebe Menschen, wir sind drei Schwestern und zwei Brüder – ich bin Leone und das hier sind meine Geschwister Lea, Lucio, Leda und Leonilde. Wir haben mit Mama auf der Straße gelebt (also natürlich nicht direkt auf der Straße, aber eben ohne ein Zuhause). Mama hat sich um uns gekümmert und war immer da, wenn wir sie brauchten. Aber sie musste auch Essen besorgen und als wir nicht mehr ganz so winzig waren, haben wir angefangen, die Gegend zu erkunden. Dabei sind wir immer wieder an einer großen, lauten Straße herumgelaufen. Wir hatten keine Ahnung, dass das furchtbar gefährlich ist, sondern fanden alles so spannend und sind fröhlich hin und her getapst – so wie Welpen das eben machen.
Dann kamen eines Tages Menschen in Uniform. Die hatten wohl gehört, dass wir da draußen ganz allein unterwegs waren. Sie sahen uns und konnten es nicht übers Herz bringen, uns in einem Hundelager abzugeben. Stattdessen riefen sie eine Tierschützerin an. Obwohl sie schon ganz viele Hunde bei sich hatte, hat sie uns trotzdem sofort zu sich geholt – sie hat einfach Ja gesagt.
Und wisst Ihr was? Jetzt sind wir in etwas gelandet, das „Sicherer Hafen“ heißt. Hier haben wir noch ein bisschen mehr Platz als bei der Tierschützerin und dürfen auch in einer gemischten Babygruppe mitlaufen.
Wir sind fröhliche Hundekinder und auch sehr nett, sagen die Leute hier. Wir wachsen und lernen jeden Tag ein bisschen dazu. An der Leine laufen können wir noch nicht – das ist gar nicht so einfach, vor allem zu fünft! – aber die Menschen hier üben das mit uns. Und wir geben uns Mühe, denn wir haben gehört, dass man ein richtiges Zuhause bekommt, wenn man sich anstrengt. So ein eigenes Zuhause soll ganz toll sein: mit lieben Menschen, die uns zeigen, was wir dürfen und was nicht und die uns alles beibringen, was wir können müssen als gute Hunde. Eigene Körbchen, in denen wir schlafen dürfen, soll es da auch geben. Und wenn wir müde sind und uns noch nicht in das feine Körbchen trauen, bleiben die Menschen bei uns, bis wir eingeschlafen sind. So viele schöne Sachen gibt es in einem eigenen Zuhause … Vielleicht sucht Ihr ja gerade nach einem kleinen, lebensfrohen Gefährten? Dann könnte einer von uns Euer Herz erobern – und wir würden Euch für immer lieben.
Also schaut Euch doch mal unsere Bilder an – und wenn Ihr denkt: „Ja, genau dieser kleine Schatz passt zu uns!“, dann meldet Euch bitte bei unserer Vermittlerin. Sie weiß, wie alles geht. - Euer Leone (und die Geschwister Lea, Lucio, Leda und Leonilde)“
Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir schließen uns Leones Wünschen gerne an, möchten aber noch hinzufügen, dass wir unseren Schäferhund-Mischlings-Spatz gerne in schon etwas erfahrene Hände geben würden.
Bitte besuchen Sie Leone auch auf unserer Homepage.