Beschreibung: Koby - Alle Pfoten für einen - und einer für alle
Wem tut es nicht in der Seele weh, zu sehen, wie diese zum Zeitpunkt der Videoaufnahmen gerade einmal 9 Wochen alten Welpen Koby, Keos, Kuren und Kamiu ständig am Gitter ihres Kerkers hochspringen, um Aufmerksamkeit betteln, endlich beachtet werden wollen: He, guckt doch, wir sind hier, das muss ein Versehen sein, wir haben nichts verbrochen! Vor lauter Eifer und Aufregung werden sogar die Köpfe durch das Gitter gesteckt, sodass einem allein beim bloßen Zusehen immer mal kurz das Herz stehenbleibt: Schaffen sie es unverletzt zurück? Eines wird schnell klar: Diese 4 fantastischen Welpen müssen raus aus dem Canile, und das so schnell wie möglich. Am besten noch vor dem Winter, der auch in Bella Italia verregnet und kalt ist.
Ihre bisherige Geschichte ist schnell erzählt und wiederholt sich leider hunderttausendfach: Die Mutter (freilaufend oder an der Kette) nicht kastriert, die 4 Welpen – alles Rüden – herzlos und ohne Skrupel mit 8 Wochen im Canile „entsorgt“, wohl wissend, dass das für die allermeisten Hunde eine Einbahnstraße ist und sie ihr Leben (oder das, was man dort „Leben“ nennt) Tag für Tag, Jahr für Jahr in der Betonzelle fristen müssen.
Der Steckbrief unserer 4 Musketiere liest sich so: Am 1.Juni geboren, seit dem 4. August im Gefängnis … und dann 2 Monate nichts, gar nichts. Lange Tage und Wochen, wo die Welpen nur sich hatten und sich bestimmt gefragt haben, was sie falsch gemacht haben, um von der Mutter getrennt und verschleppt zu werden und an diesem furchtbaren Ort zu landen. Wo es nichts, aber auch gar nichts gibt, womit sie altersgerecht spielen könnten, nur Langeweile, Tag für Tag. Bis endlich am 4. Oktober – auf den Tag genau 2 Monate nach ihrer Inhaftierung – die Tierschützerinnen zu ihnen dürfen. Drei der Welpen haben längeres Fell, fast plüschig, nur Kamiu ist kurzhaarig. Aber alle 4 werden große, richtig große Hunde: Mit 9 Wochen hat zum Beispiel Koby eine Schulterhöhe von bereits 41 cm, er und Keos sind die beidenGrößten! Wir gehen davon aus, dass Herdenschutzhunde mit im Spiel waren, für die wir ganz besondere Zuhause suchen, was Sie hier nachlesen können: (https://www.pro-canalba.eu/wichtig-zu-wissen/#herdenschutzhunde).
„Das schaue ich mir besser erst mal etwas aus der Ferne an“, scheint sich Koby gesagt zu haben, als plötzlich Menschen in ihrem Gefängnis auftauchenund sich mit ihm und seinen Geschwistern abgeben. Aufmerksam sondiert er zunächst, was die von ihnen wollen. Nicht ängstlich, aber auch nicht voreilig oder gar draufgängerisch, ein kluger Hund. Doch schon nach kurzer Zeit taut er auf und lässt sich auf die Spiele ein. Wie niedlich ist das, als er mit steigender Begeisterung an einem Finger leckt, während das Schwänzchen vor Freude hin- und hergeht und er vielleicht kurz an seine Mama zurückdenkt, an ihre warmen Zitzen, ihre gute Milch, ihren behaglichen Bauch. Sein Blick scheint immer mal wieder fragend auf den Tierschützerinnen zu ruhen und die ganze Zeit zu sagen: Holt uns hier raus, wir sind tolle Hunde und werden alles richtig machen, versprochen – nur rettet uns! Mit schweren Herzen, aber viel Hoffnung und fantastischen Videos und Fotos von diesen großartigen vier Musketieren im Gepäck müssen die Tierschützerinnen sie für den Moment zurücklassen. Nur eine Adoption kann ihnen ihr Leben zurückgeben.
Mit seinen großen, klugen Augen, der wunderschönen Maske und der außergewöhnlichen Fellzeichnung wird Koby einmal ein imposanter, auffallend schöner Hund werden. Das Einzige, was ihm noch fehlt, ist sein Ausreiseticket – vielleicht zu Ihnen?
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