Beschreibung: Kuki wurde auf mehreren Straßen in Orosháza gesehen und tauchte schließlich in der Innenstadt auf. Viele Menschen versuchten, ihn einzufangen, doch niemandem gelang es. So klein Kuki auch ist, so schnell und geschickt floh er vor den Menschen.
Da es den Anschein hatte, dass Kuki sehr gut mit anderen Hunden zurechtkommt, hatten die ungarischen Kollegen schließlich eine Idee: Mit einer hübschen, läufigen Hündin als Lockmittel gelang es, Kuki einzufangen. Als er sie erblickte, waren die Menschen um ihn herum plötzlich völlig vergessen und er hatte nur noch Augen für seine „Angebetete“. So konnte er schließlich sicher ins Tierheim gebracht werden.
Die ersten Tage im Tierheim waren für Kuki nicht einfach. Mehrere Tage lag er ängstlich und offenbar beleidigt in seinem Bettchen und ließ sich nicht anfassen. Doch schon bald erkannte er, dass ihm die Menschen nichts Böses wollten, und begann, Vertrauen zu fassen.
Kuki zeigte sich anschließend als kleiner, anhänglicher Hund mit viel Zuneigung. Er genießt die Aufmerksamkeit seiner Bezugsperson, sitzt gerne auf dem Schoß und lässt sich gerne streicheln. Er ist aufgeweckt, aufmerksam, folgsam und klug. Mit seinen Artgenossen kommt er sehr gut zurecht, auch wenn bisher nicht beobachtet werden konnte, dass er mit ihnen spielt. Insgesamt zeigte er sich als treue und anhängliche Seele.
Bei einem späteren Besuch eines Vereinskollegen in der Krankenstation zeigte sich allerdings noch eine andere Seite von Kuki. Dort lief er gemeinsam mit ein oder zwei weiteren Hunden frei im Innenbereich umher. Auf die fremde Person reagierte er zunächst mit Knurren und lautem Bellen. Als er nicht weiter beachtet wurde und die Person weiterging, biss Kuki zweimal in den Fuß und setzte dabei jeweils noch einmal nach. Aufgrund seiner geringen Größe blieb es bei blau-grünen Hämatomen, seine Zähne waren jedoch deutlich zu spüren.
Auch auf eine anschließende Zurechtweisung reagierte Kuki weiterhin mit Gebell und ging nach vorne. Ein solches Verhalten zeigt er gegenüber fremden Personen häufiger. Auch auf die Zurechtweisungen durch von seiner Betreuerin Bogi und der Tierheimleitung Icus reagiert er nur bedingt.
Nach den bisherigen Beobachtungen liegt die Vermutung nahe, dass Kuki vor allem sein Territorium bewacht und fremde Personen dort zunächst nicht duldet. Es scheint dabei weniger darum zu gehen, seine Bezugsperson Bogi zu verteidigen. Denn Kuki lebt in seinem Gehege mit wechselnden Hunden zusammen und auch beim Futter gab es bisher keine nennenswerten Probleme. Im Freilauf kommt er ebenfalls gut mit anderen Hunden zurecht.
Gleichzeitig zeigt Kuki, dass er durchaus Vertrauen zu Menschen aufbauen und eine enge Bindung eingehen kann. Hat er eine Person akzeptiert, zeigt er sich ihr gegenüber umgänglich, anhänglich und verschmust. Daher wirkt sein Verhalten nicht grundsätzlich unberechenbar. Dennoch sollten Interessenten wissen, dass Kuki gegenüber fremden Menschen und insbesondere in seinem vertrauten Umfeld territorial reagieren kann. An diesem Verhalten sollte in seinem neuen Zuhause mit Ruhe, Konsequenz und einem passenden Management weiter gearbeitet werden.
Möglicherweise wird sein Verhalten zusätzlich durch den Stress und die besonderen Bedingungen im Tierheim beeinflusst. Kuki braucht Menschen, die seine verschiedenen Seiten verstehen, ihm Sicherheit geben und ihm gleichzeitig klare Grenzen vermitteln können.
Wer Kuki einen Platz auf dem Schoß und vor allem einen festen Platz im Herzen schenken möchte, kann sich gerne bei uns melden.
Kuki reist geimpft, gechipt und kastriert in sein neues Zuhause. Kuki wurde am 07.10.2025 negativ auf Herzwürmer, Babesiose und Ehrlichiose getestet.
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weitere Informationen zu Kuki: Datum: So, 16.08.26, 11:14 - Besucher: