Name: Fulmine Geboren: ca. 20.07.2020 Rasse: Maremmano-Mischling Geschlecht: männlich Schulterhöhe: ca. 55-60 cm Gewicht: --- Kastriert: nein Geimpft: ja Gechippt: ja Farbe: weiß-schwarz Mittelmeerkrankheiten: Test folgt nach Einreise Krankheiten: keine bekannt Katzenverträglich: unbekannt Hundeverträglich: ja Kinder: unbekannt Handicap: nein Aufenthalt: Canile Communale Tortolì, Sardinien
Zuhause: ja Pflegestelle: ja Paten: nein Geeignet für: erfahrene Hundehalter
Garten: ja Zweithund: ja Hundeschule: bedingt
Jagdtrieb: unbekannt
Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt - so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
weitere Bilder:
Video:
Beschreibung: Fulmine – Seine Welt soll endlich größer werden
Was ist mir passiert? Fulmine wurde gemeinsam mit seinen Schwestern Brisa und Cloe bereits als kleiner Welpe ausgesetzt. Gerade einmal acht Wochen alt waren die drei, als sie sich plötzlich allein auf der Straße wiederfanden – schutzlos und auf sich gestellt. Seitdem hat Fulmine nie erfahren dürfen, wie sich ein behütetes Zuhause anfühlt.
Wo bin ich? Seit dem 17. September 2020 lebt Fulmine im Canile Comunale Tortolì auf Sardinien. Sein Alltag besteht seit Jahren aus denselben Mauern, denselben Gitterstäben und keinem Kontakt zur Außenwelt. Spaziergänge, Gras unter den Pfoten oder ein eigenes Körbchen kennt er bis heute nicht.
Fulmine teilt sich seinen Zwinger mit seinen Schwestern Brisa und Cloe. Die drei geben sich gegenseitig Halt und Orientierung. Bei unserem Besuch im April 2026 zeigte sich Fulmine nach wie vor eher vorsichtig, wirkte jedoch deutlich mutiger als zuvor. Besonders die mitgebrachten Leckerchen weckten seine Neugier. Immer wieder wagte er sich in unsere Nähe, beobachtete aufmerksam und überwand dabei Stück für Stück seine Unsicherheit.
Im Zwinger ließ er sich inzwischen sogar streicheln. Zwar blickte er dabei noch skeptisch und vorsichtig, doch die Berührungen schienen ihm nicht unangenehm zu sein. Es war deutlich zu spüren, dass in ihm der Wunsch wächst, Vertrauen zu fassen – auch wenn er dafür weiterhin Zeit und Geduld braucht.
Wie bin ich? Fulmine ist ein sensibler Hund, der seine Umgebung sehr genau wahrnimmt. Er braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen, und sollte sich in seinem eigenen Tempo öffnen dürfen. Er beobachtet aufmerksam und versucht Situationen erst einmal einzuschätzen, bevor er sich darauf einlässt.
In ihm steckt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Maremmano – eine alte italienische Herdenschutzhunderasse, die dafür gezüchtet wurde, eigenständig Herden und Gelände zu bewachen. Diese Herkunft prägt auch Fulmine deutlich: Er ist aufmerksam, ruhig und klug, aber vermutlich auch selbstständig und Neuem gegenüber zunächst misstrauisch. Vertrauen verschenkt er nicht leichtfertig – es muss wachsen dürfen, getragen von Geduld, Respekt und Verständnis.
Hat ein Maremmano jedoch einmal eine Bindung aufgebaut, zeigt er sich loyal, treu und verlässlich. Herdenschutzhunde sind keine Hunde, die blind gehorchen möchten. Sie brauchen Menschen, die ihnen mit Ruhe, Klarheit und Souveränität begegnen. Druck oder Ungeduld verunsichern Fulmine, während ein ruhiger und fairer Umgang ihm Sicherheit gibt.
Was suche ich? Fulmine sucht ein ruhiges, ländliches Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten, in dem er ankommen und sich frei bewegen darf. Ebenso wichtig sind Rückzugsmöglichkeiten und Menschen, die verstehen, dass Vertrauen Zeit braucht und nicht erzwungen werden kann. Gesucht werden hundeerfahrene Menschen – idealerweise mit Erfahrung im Umgang mit Herdenschutzhunden –, die seine Eigenständigkeit respektieren und ihn mit Geduld und Ruhe begleiten. Menschen, die klare Grenzen setzen können, ohne Härte anzuwenden. An seiner Schwester Brisa orientiert sich Fulmine stark. Ihr Mut gibt ihm sichtbar Sicherheit. Deshalb würde ihm ein souveräner Ersthund im neuen Zuhause sehr helfen und ihm zeigen, dass die Welt außerhalb des Zwingers keine Gefahr bedeutet. Fulmine wird vermutlich nie ein Hund sein, der jedem Menschen sofort offen begegnet. Doch er kann ein Hund werden, der tief vertraut, loyal an der Seite seiner Menschen steht und mit seiner stillen, ruhigen Art eine ganz besondere Bindung aufbaut.
Fast sechs Jahre hinter Gittern sind eine lange Zeit. Dennoch hat Fulmine seine vorsichtige Neugier nicht verloren. Gerade jetzt wäre es so wichtig, dass er endlich die Chance bekommt, den Zwinger hinter sich zu lassen, bevor Unsicherheit und Rückzug immer mehr zu seinem Alltag werden. Wer Fulmine die Zeit gibt, die er braucht, wird eines Tages erleben dürfen, wie aus einem vorsichtigen Hund ein treuer und souveräner Begleiter wird.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Fulmine kann nach Deutschland ausreisen.