Name: Sonia Geboren: ca. 01.01.2020 Rasse: Pointer-Mischling Geschlecht: weiblich Schulterhöhe: ca. 49 cm Gewicht: - Kastriert: ja Geimpft: ja Gechippt: ja Farbe: weiß mit schwarz Mittelmeerkrankheiten: Test folgt nach Einreise Krankheiten: keine bekannt Katzenverträglich: unbekannt Hundeverträglich: ja Kinder: unbekannt Handicap: nein Aufenthalt: L.I.D.A. Olbia, Sardinien
Zuhause: ja Pflegestelle: ja Paten: nein Geeignet für: erfahrene Hundehalter
Garten: ja Zweithund: ja Hundeschule: ja
Jagdtrieb: unbekannt
Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt - so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
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Beschreibung: Sonia – Sensibles Seelchen mit vorsichtigem Blick
Was ist mir passiert? Ende Januar 2024 wurden nahe einer viel befahrenen Straße bei Olbia zunächst zwei streunende Hündinnen gefunden und in das Kooperationstierheim L.I.D.A. gebracht. Sie erhielten die Namen Sonia und Simona. Nur zwei Tage später entdeckte man an derselben Stelle zwei weitere, etwas jüngere Hunde. Aufgrund der großen optischen Ähnlichkeit liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei Constantina und Constantino um Sonias Welpen handelt – eine Gewissheit gibt es jedoch nicht. Fest steht: Sonia war auf sich allein gestellt, vermutlich über längere Zeit, und musste lernen, in einer unsicheren Umgebung zu überleben.
Wo bin ich? Sonia lebt seit ihrer Rettung in der L.I.D.A. in Olbia, einem großen Tierheim mit mehreren hundert Hunden. Dort ist der Alltag laut, hektisch und von Enge geprägt. Menschliche Zuwendung gibt es nur selten – insbesondere in den hinteren Gehegen, in denen Sonia lebt, verirren sich Besucher kaum. Sie teilt sich ihr Gehege mit anderen eher unsicheren Hunden. Für einen Hund wie Sonia ist das besonders schwierig, denn gegenseitige Unsicherheit verstärkt sich oft, anstatt Vertrauen entstehen zu lassen. Umso schwerer fällt es ihr, neue Erfahrungen mit Menschen zu sammeln und den Mut zu entwickeln, auf sie zuzugehen.
Wie bin ich? Sonia ist eine wunderschöne Pointer-Mischlingshündin in feinen Schimmelfarben mit der auf Sardinien typischen Stummelrute. Doch das Erste, was man an ihr wahrnimmt, ist nicht ihr Aussehen – es sind ihre vorsichtigen Augen. In ihnen liegen Unsicherheit und Zurückhaltung, aber auch eine leise Hoffnung, dass der Mensch ihr vielleicht doch nichts Böses möchte. Als wir Sonia im April erneut besuchten, fiel uns auf, dass sie sich ein wenig Kummerspeck angefressen hat. Das Leben in den hinteren Gehegen des Tierheims ist eintönig. Besucher kommen nur selten hierher, und so vergeht ein Tag wie der andere. Gerade für einen sensiblen Hund wie Sonia ist das besonders traurig. In ihrer Hütte konnten wir Sonia problemlos anfassen. Aber man merkte ihr an, dass jede Berührung Überwindung kostete. Sie war angespannt, aber sie wich nicht aus und geriet nicht in Panik. Mit jeder Minute schien sie ein kleines bisschen loszulassen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass sie die ruhige Nähe gar nicht mehr nur ertrug, sondern sie vorsichtig annahm. Für viele Hunde wäre das nichts Besonderes. Für Sonia sind genau diese Augenblicke riesige Fortschritte. Sie zeigt uns, dass tief in ihr der Wunsch schlummert, Vertrauen zu fassen. Ich bin überzeugt, dass Sonia in einem liebevollen Zuhause Schritt für Schritt entdecken wird, wie schön es sein kann, einem Menschen zu vertrauen.
Was suche ich? Für Sonia suchen wir geduldige, einfühlsame Menschen, die Erfahrung mit ängstlichen Hunden haben oder bereit sind, sich auf ihre Bedürfnisse einzulassen. Sonia kennt kein normales Alltagsleben. Alles wird für sie neu sein und zunächst Angst machen. Deshalb braucht sie klare Strukturen, einen ruhigen Tagesablauf und Menschen, die ihr Sicherheit vermitteln, ohne sie zu bedrängen. Ein souveräner, sozialer Ersthund ist für Sonia Voraussetzung. An ihm wird sie sich orientieren können und so die Sicherheit finden, die ihr im Tierheim bisher fehlt. Ein ruhiges Zuhause in ländlicher Umgebung mit sicher eingezäuntem Garten wäre ideal. Hektik, Stadtlärm oder ein turbulenter Alltag würden sie überfordern. Sonia wird nicht von heute auf morgen ein unbeschwerter Familienhund sein. Doch sie hat uns gezeigt, dass sie bereit ist, den ersten Schritt zu gehen, wenn man ihr mit Geduld und Verständnis begegnet. Wer ihr diese Chance gibt, wird erleben dürfen, wie aus vorsichtigen Blicken langsam Vertrauen wächst – und genau das sind die schönsten Momente.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Sonia kann nach Deutschland ausreisen.